54 Z
Füh Nach
bogen haben, und folglich eine geringere Friktion wahrge-nommen wird.
Geographlsche Uhr. Hierunter versteht manein Uhrwerk, welches so eingerichtet ist, daß die Meri-diane aller Lander darauf zu sehen sind, und man jedesMeridians Stunde bestimmen kann. Sie müßen mitgroßer Genauigkeit verfertigt werben, und der berühmtePräger Künstler ?. Johann Klein, war der erste,der eine geographische Uhr nach Humanns Anweisungzu Stande brachte. (S. Anton Strnadts Beschrei-bung der berühmten Uhr- und Kunstwerke aus dem Alt-städter Rathhause und der Sternwarte zu Prag. Pragu. Dresden 1791. 4. S. 48. f.)
Nachtuhr. Eine sehr nüzliche Nachtuhr ist fol-gende. Sie besteht in einer geschmackvollen Vase von lackir-tem Blech. An der einen Seite ist eine Taschenuhr ange-bracht mit einem doppelten Zifferblatte. Das eine ist eingewöhnliches von Email, das zweyte ist von weißem undfein polirtem Blech, hat eine concave oder einwärts ge-krümmte Form mit emaillirten schwarzen Ziffern, und istin dem innern Theile der Vase angebracht. Auf der ent-gegengesetzten Seite befindet sich eine Röhre mit zwey op-tischen Gläsern, wie bey einer Laterna Magika.
Diese Vase kann von beyden Seiten durch Deckel ver-schlossen werden. Den Tag über ist das gewöhnliche Zif-ferblatt nach der vordem Seite gekehrt. Bezieht mansich aber zur Ruhe, so dreht man die Vase nach der an-dern Seite, so daß das innere Zifferblatt nach der entge-genstehenden Wand, die jedoch weiß seyn muß, gerichtetist. In den untern innern Theil der Vase stellt man eineangezündete Nachtlampe, und öfnet die Röhre mit denoptischen Gläsern und zugleich den obern Theil der Vase,damit der Rauch einen Ausweg habe. Auf diese Art zeigtdann die Uhr an der gegenüber stehenden Wand, wieeine Lacerna Magika, die Stunden in vergrößerter Gestaltsehr deutlich und hell erleuchtet in dem finstern Zimmer.
Pendel, (zu S. Z6i. Bd. I.) Der UhrmacherJoh. Iac. Schmidt in Stettin, ein Schüler von