Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
531
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A n h a n g.

Abgewunden, s. Abgelaufen.

Aschenuhr. Eine gewisse übliche Jungfrau inSchlesien soll aus der Asche ihres erblaßten Bräutigamseine Art Sanduhr verfertigt haben, nach welcher sie ihreLebenszeit abmaß, und nach deren Bewegung sich die Un-ruhe ihres Herzens richtete. Sie fand bald Nachahmerund Nachahmerinnen, und man nannte nun eine solchemerkwürdige Uhr eine Aschenuhr. (S. I- oKenlkei-nii ^rmininm. I^ib. V. 6z6. und kincinelliXIunäii8 8/mbolicns, XI. no. 141.)

Aufziehen, Aufwinden eine Uhr. Es istwohl zu merken, daß man die Taschenuhr nicht gleich auf-ziehe, wenn sie aus der Kälte in die Wärme, und ausder Wärme in die Kälte gebracht wird. Denn die plötz-liche Veränderung der Temperatur für das Uhrwerk kann,besonders wenn die Maschine aus der Kälte in die Wärmekömmt, die Feder leicht zum Springen bringen, welchesnicht geschieht, wenn erst alle Theile (gleichmäßig die Tem-peratur, die in dem Zimmer herrscht, angenommen haben.

Automaten, sind Uhrwerke, die ihre bewegendeKraft in sich selbst verborgen halten, und so allerley wun-derbare und seltene Wirkungen hervor bringen. In demArtikel Künstliche Uhrwerke habe ich etwas von sol-chen Maschinen beygebracht; hier will ich nur mit wenigenWorten noch folgendes nachholen.

Schon lange vor Christi Geburt kannte man Auto-maten. Die Hephästischen Dreyfüße, welche sichnach Homers Zeugniß von selbst bewegt haben sollen,die fliegende hölzerne Taube des Archytas, der eherneAdler des Pattsani as, und die kriechende Schnecke bey