Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
542
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Ein Füh .

Ekllpsenuhr. Diesen Namen giebt man einerUhr, bey welcher die Sonn- und Mondfinsternisse ange-zeigt werden. Sie gehört also mit zu den künstlichenastronomischen Uhren, und eine Beschreibung von ihr fin-det man in des Herrn Anton Strnadts Beschrei-bung der berühmten Uhr- und Kunstwerke am AltstädcerRathhause und auf der Königl. Sternwarte zu Prag.Prag u. Dresden > 79*. 4. S. ;i. f. Sie ist von k. Joh.Klein, einem geschickten Künstler, verfertigt, und einebloße Ekllpsenuhr. Bey den außerordentlichstenkünstlichen astronomischen Uhren, wie die auf dem Mün-ster zu Straßburg, ist auch die Einrichtung getroffen,daß die Sonn- und Mondfinsternisse angezeigt werden;allein dann ist die Uhr keine besondere Ektipsenuhr; s.Astronomische künstliche Uhrwerke.

Epicycloide. Einen Zirkel, womit man Epi-cycloiden beschreiben kann, erfand Herr I. B. Eberenz.An einem Stangenzirkel hat jeder Fuß, der feste und derbewegliche, ein Stirnrad, dessen Ebene dem Papier, aufwelchem der Zirkel gebraucht wird, parallel ist. DasStirnrad am unbeweglichen Fuße ist auch fest. Der be-wegliche Fuß wird denn so gestellt, daß sein Rad und desandern seins in einander greifen; wenn man ihn nun wiezur Beschreibung eines Kreises herum führt, so dreht sichsein Rad gleichfalls herum, und ein Punkt in desselbenUmfange beschreibt eine Epicycloide, die auf dem Papieremittelst einer bey der Maschine angebrachten Reißfederverzeichnet wird. Andere Verhältnisse der Räder gebenbegreiflich andere Figuren, und erstere müssen darnachihrer Bestimmung gemäß eingerichtet werden. (S. Joh.Bapt. Eberenz, erste Gründe der Epicyclometrie,aus seinen Lateinischen Elementen gezogen. Freyburg imBreisgau 1778-)

Führungsbogen. So wird der Bogen ge-nannt, den ein Zahn beschreibt vom Anfange bis ans Endeseines Eingriffs. Daraus leitet man die Regel ab, daßRäder und Getriebe mit mehrern Zähnen einen leichternGang zuwege bringen, weil diese einen kleinern Führungs-