Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
516
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für den Uhrmacher eines der unentbehrlichsten Werkzeuge,weil er damit Langen und Dicken messen muss, welchesbeynahe alle Augenblicke in der Uhrmacherkunst vor-kömmt. Es besteht nun ein jeder Zirkel gewöhnlich auszwey Schenkeln, welche um ein Scharnier beweglichsind.

Der gewöhnliche Zirkel mit welchem man auf einerebenen Fläche Weiten mißt, und sie auch, wenn eserforderlich ist, auf eine andere ebene Flache übertragt,und welcher gemeiniglich Handzirkel genannt wird,ist, so wie er sich in den gewöhnlichen Reißzeugen be-findet, auf folgende Art zusammengesetzt: Die zweySchenkel find von Messing, ihr Scharnier ebenfalls,Man gießt sie in messingenen Formen, so, daß aneinem Ende eines jeden Zirkels ein dicker breiter Theilkömmt, aus welchem das Scharnier verfertigt wird.Diesen bearbeitet man mit der Feile gehörig, auf denSeiten recht stach, und den Umfang recht rund. Ermuß nun noch so dick seyn, daß man in die Dicke ganzdurch den dicken Theil beyder Schenkel Einschnittemachen kann, welche man in einander passt, und sodie beyden Schenkel verbinden. Durch die Mitte desrunden so zubereiteten Theils wird nun, indem manbeyde Schenkel auf die Art zusammenfügt, ein Lochgebohrt, wodurch ein Stift von gehärtetem Stahle ge-steckt wird, an dessen eines Ende eine starke messingenerunde Platte, so groß als der runde Theil, genietetwird, An das andere Ende wird eine Schraube ge-schnitten, und eine andere ähnliche starke runde Platte,in deren Mitte eine Schraubenmutter befindlich, welcheauf die obcngenannte Schraube paßt, darauf geschro-ben, nachdem der genannte Stift mit der Schraubedurch die runden zum Scharnier bestimmten Theile ge-steckt ijr.j

Es wäre also nun das Scharnier so weit fertig,und nur noch dessen völlige Beendigung übrig. Diebeyden Platten, welche die runden zusammengefügtenTheile der Schenkel von der Seile einschließen, und