Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
517
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Zkr

sie zusammenhalten, werden recht genau abgedreht, undin die eine Platte, welche an die Schraube geschraubtist, am Rande ein paar gegenüberstehende Einschnittegemacht, für welche man einen Schlüssel verfertigt, wo,mit man diese Platte mehr oder weniger anzieht, se nach,dem das Scharnier schwerer oder leichter gehen soll.

Bevor man aber alles dies so weit verfertigte, muß,te man erst die Füße des Zirkels an die Schenkel befesti,gen. Man nimmt zwey Stücke Stahl von gleicher Langeund Dicke, und feilt an das Ende derselben zwey rundeZapfen, für welche man in das Ende der Schenkel,eher der Lange nach bohrt, wo die Zapfen hineinpassen.So löther man sie mit Schlaglothe an, und verbindetalso die Füße mit den Schenkeln; man feilt sie nun ge,rade mit den untern Theilen der Schenkel, laßt sie aberimmer spitzer zulaufen, daß sie sich unten in einer feinenSpitze endigen. Man härtet sie dann, schleift und po,lirt sie samt allen Theilen des Zirkels.

Um nun von der Güte dieses Zirkels, so wie auch einesjeden andern sich zu überzeugen; so muß man die Schen-kel öfnen und wieder zusammenschließen; wenn nun dasScharnier an allen Stellen, so weit man den Zirkel öf,oet, gleich schwer auf und zu geht; so ist dies ein Zei-chen von der Güte des Scharniers, des Haupttheils desganzen Zirkels. Das Uebrige kömmt nun besonders aufeine gute Härte der Füße an, deren Spitzen glashartseyn müssen. Die letzter» dürfen auch nicht auf einmalzu spitz zulaufen, und müssen genau übereinander fallen,wenn der Zirkel zusammengeschlossen ist.

Wenn man den einen Schenkel des Zirkels so ein,richtet, daß der Fuß herausgenommen, wieder hinein,gesteckt, und so auch ein Bleystift oder eine Reißfedernach Belieben in den Schenkel geschoben, und darinmittelst einer Schraube befestigt werden kann, um da«mit Kreise zu ziehen; so hat man den sogenanntenReißzirkel. Ueber den Haarzirkel sehe manden Artikel Triebmaas.