Gehwerk. Sind nun die erwähnten Löcher genau indas Zieferblatt gemacht; so braucht man nur noch dieLöcher für die Vorsteckstifte zu dem Zieferblatte, nahe ander Fläche der falschen Platte heraus/ zu bohren.
2) Bey einer Taschenuhr.
Das Zieferblatt einer Taschenuhr, welches gewöhn-lich drey Zapfen oder Füße hat, die es mit der Uhrverbinden, wird entweder (auf englische Akt) auf einefalsche Platte (s Blindboöen) gelegt, deren Füßemittelst Vorsteckstifte auf die Pfeilerplatte befestigt wer-den ; oder es wird (auf französische Art) mit seinen Füßengleich unmittelbar mit der Pfeilerplatte verbunden. Esdarf aber im letztem Falle das Vorlegewerk nicht hochliegen, damit der Rand des Zieferblatts auf der Pfeiler-platte aufliegen könne, ohne daß die Theile des Vorlege-rverks Unter das Zieferblatt stoßen, und dadurch in ihrerWürkung aufgehalten werden. BerthoUd befestigtdas Zieferblattk nicht mit Vorsteckstiften an die Pfeiler-platte, sondern mit einer Schraube, läßt aber doch dieam Zieferblatte befindlichen Füße zu besserer Haltungdurch die Platte gehen, s. Taschenuhr. Diese Ver-fahrungsart ist nicht zu verwerfen.
Wenn man ein Zieferblatt aufsetzen will; so mußman dahin sehen, daß es recht concentrisch auf die Pfei-lerplarte komme, und also auch sein Loch in der Mittemit dem mittlern Loche in der Pfeilerplatte recht concen-srifch sey, und daß ferner die Stundenzahl XII oderdie Minutenabthcilung 60 genau in die Mitte desScharniers der Uhr komme, s. Taschenuhr. Beobach-tet man dies genau und bohrt man hiernach genau dieLöcher für die Füße des Zieferblatts in die Platte, daßsie recht fest ohne Spielraum hineingehen; so wird dasZieferblatt recht gut auf die Uhr gesetzt seyn. ImArtikel Taschenuhr ist deutlich die Methode beschrie-ben, wie man das Loch für den Aufziehzapfen des Ziefer-blatcs hineingräbt.
II. Theil.
Kk