Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
512
Einzelbild herunterladen
 

ZIL

Z i e

mit dem Minuten - und Stundenrohre liege, und dieStundenzahlen Xll und VI oder die Minucenzahlen 60und zo in einer Und derselben senkrechten Linie auf diefalsche Platte kommen. Es muß alsdann auch das Lochfür den Aufziehzapfen genau coNcentrisch mit diesemZapfen liegen, und wenn es noch etwas zu klein seynsollte; so reibt man es mit einem dicken Reibahle odermit einem scharfen Grabstichel behutsam größer. Sollteaber gar noch kein Loch für den Aufziehzapfen in demZicferblatte befindlich seyn; so muß man es hineingra-ben. Nachdem man es auf die falsche Platte gelegt hat;so legt man auch mit dieser über das Vorlegewerk aufdie Pfeilerplatte, und zwar daß der Aufziehzapfen, wel-chen man auf der obern Fläche schwarz gemacht hat,unter das Zieferblatt an das Gegenmail stoße, und daeine« schwarzen Fleck zurücklasse, der die Stelle bezeich-net, in welche das Loch für den Aufziehmpfen kommenmuß. Man grabt nun da mit einem scharfen Grab-stichel das Loch recht behutsam durch, wobey Man dieRegeln beobachten kann, welche im Artikel Taschen-uhr bey der Anbringung des Zieferblatts gegeben sind.

Hat man es nun so groß gemacht, daß der Äuf-ziehzapfen hindurch gehen kann; so lege man es Mit derfalschen Platte, ehe man es für den Schlüssel noch mehrerweitert, über das Vorlegewerk, und sehe zu, ob dererwähnte Zapfen recht mitten in dem Loche stehe undrecht akkurat damit sey. Ist dies nicht; so muß dasLoch nach der Seite hingestorben werden, wo der Zapfenzu nahe an dem Rande des Lochs steht; und auf dieseArt kann man genau die Mitte des Lochs für den Zapfenberichtigen, und es von der Größe machen, daß der fürdie Uhr bestimmte Schlüssel hineingehe und noch Raumgenug darin habe, um nicht befürchten zu dürfen, daßbeym Aufziehen etwas voM Email ausbreche.

Müssen mehrere Löcher noch für andere Zapfen,Z. B. für einen Aufziehzapfen des Schlagwerks, in dasZieferblatt gemacht werden; so grabt man diese aufdie nämliche Art ein, wie bey dem Zapfen für das