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einem Mörstk voll Agak und mit Spik öl (I-lnileÜLstüc) fein ab. Um sich von der Feinheit die es habenmuß einen Begrifzu machen; so muß man wenigstenseinen halben Tag anwenden, um ein Quentchen davonfein genug zu erhalten.
Ist es auf diese Art hinlänglich zerrieben; so nimmtman es aus dem Mörser, thut etwas davon auf eineGlasplatte (das Uebrige muß sorgfältig in einem gutensehr wohl verschlossenen Glase aufgehoben werden) unduni es für den Pinsel zur Bearbeitung recht vollkommenzu machen; so thut man noch etwas von dem Spiköldazu, und mischt alles mit einem reinen stählernen Stifteoder Messer durcheinander. Mit einem feinen dünnenund recht spitz zu laufenden Pinsel mahle man nun zuerstdie Eintheilungen für die Minuten, befestige den Pinselan den einen Schenkel des Zirkels, und ziehe mit ihmdie bewußten vier Kreise; endlich mahlt man noch dieZiefern für die Minuten und Stunden.
Ist dies alles geschehen; so läßt man das Gemahltesorgfältig trocknen, nachdem man es bedeckt hatte, damitsich kein Staub darauf setzen könne. Man richtet nundas Feuer in dem Ofen zu, blaßt es an, bis die Glutzu dem oben bestimmten Grab gekommen ist, lind als-dann legt man das Zieferblatt hinein. Dies letztere thutman aber nicht plötzlich, sondern läßt es nach und nacherwärmen. Um eine gleiche Hitze für das Zieferblattzu erhalten; so dreht man die eiserne Platte, mit deres mittelst des Ringes verbunden ist, herum« Ist nundie Schmelzung der Mahlerey gehörig erfolgt; so nimmtman das Zieferblatt allmälig wieder aus dem Ofen her-«us, und nun ist es fertig.
So weit geht die Beschreibung des Berthoud,die gewiß einem Jeden deutlich seyn wird, obgleich sienoch weiter hätte ausgedehnt und mit Zeichnungen ver-sehen werden können« Man hat doch nun einen Begrifvon der Verfertigung der Zieferblätter, welches nochvielen deutschen Künstlern ein Geheimniß ist; und werdi« beschriebenen Vorrichtungen dazu in Ausübung brin-