auch eben so die Seiten oberhalb mit Kohlen, baß dieMuffel z bis 4 Zoll dick damit bedeckt werde. Alsdannbringe man die Kohlen in Gluth, indem man ihnen Feuer ,giebt, und den vordem Theil des Ofens mit schon er-wähnten Schmelztiegelplatten verschließt, so, daß sich' die Kohlen bloß durch den Zug der Luft entzünden, derdurch die genannte Oefnung des Ofens erzeugt wird.
Sind die Kohlen gehörig in Gluth gebracht, undhat das Feuer seine größte Würkung erlangt; so ist diesder Augenblick, in welchem das Zieferblatt inS Feuergebracht werden muß. Um von diesem rechten Zeit-punkte zu urtheilen; so richtet man sich nach der Lebhaf-tigkeit des Feuers und nach der röthlichweißen Farbe derMuffel. Man nimmt alsdann einen großen Blasebalg,und blast damit stark gegen das Innere des Behältnisses,um Asche und andere Theile herauszutreiben, die sichlosreißen und auf das Email fallen könnten. Durchdies Blasen wird auch zugleich die Gluth der Kohlennoch mehr angefacht.
Um das Zieferblatt in das Feuer zu bringen; so >legt man es auf einen eisernen Ring, woran der Randrecht gerade ist. Dieser Ring ist zusammenge-schweißt, (8onclee ä clwncl) das heißt, mittelst des Inämlichen geschmolzenen Eisens zusammengelöthet. Da« fmit nun das Gegencmail, wenn es in Fluß gebracht ist, lsich nicht an den Ring anhänge, so bedeckt man lehternmit Bleyweiß. Der Ring selbst ist auf eine eiserne Plattegesetzt; und so bringt man ihn und das Zieferblatt mit- !telst langer Zangen (relsvs- moulkaclw) von hinlängli«cher Stärke ins Feuer.
Es ist beym Eintragen des Zieferblatts ins Feuer ^nöthig, daß es vorher wohl getrocknet sey, und nur all«mählig muß man es der Oefnung des Ofens nähern, da, !mit es nach und nach heiß werde, und daß, wenn etwa !das Zieferblatt an einigen Stellen noch feucht seyn sollte, 'dieselben ohne aufzukochen (tanr bouMcmiwr) trocknen, fDies beobachtend, schiebe man das Zieferblatt allmählig 1
auf den gemachten Hecrd, und auf den Grund des durch j