Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
501
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Z i e zor

das Email in Stücken. Um es zu gebrauchen, zer«bricht man diese Stsicke in noch kleinere Stückchen undzerstößt diese alsdann in einem stählernen gehärtetenMörser zu sehr feinen Körnern von gleicher Dicke. Umzu verhindern, daß es beym Zerstoßen nicht aus demMörser springe; so bedeckt man letztem mit einem lei-nenen Lappen und thut etwas reines Wasser hinein.Man stößt es nun so lange, bis eS sich als ein feinerStaub anfühlt; denn ganz zu Pulver stoßen darf manes nicht.

Ist das Email auf diese Art zerstoßen; so mußman es in ein gläsernes Gefäß thun, worein man rechtklares Brunnenwasser gegossen hatte. Man rührt esdarin um und läßt sich wieder setzen. Alsdann gießtman das Wasser behutsam ab, wodurch es zugleich vonden salzigen Theilen gereinigt wird, die sich beym Zer,stoßen des Emails damit verbunden haben; und sowascht man cS noch verschiedene Male ab, nachdemman immer das Wasser abgegossen hatte, und zwar solange, bis das Wasser hell und klar bleibt. Die Theile,welche sich noch in dem abgegossenen Wasser von demEmail befinden, sammlet man, um sie hernach zu demsogenannten Gegenemailliren, (oontro - emailler)das heißt, zum Emailliren der untern Fläche der Kupfer,platte zu gebrauchen.

Ist auf diese Art das Email gehörig gewaschen;so laßt man es in dem gläsernen Gefäße, und gießtScheidewaffcr darauf, daß es einige Finger hoch darüberstehe. In diesem Zustande lasse man das Email etwazwölf Stunden stehen. Diese letzte Operation nenntman reinigen, (veroclwr,) weil dadurch das Emailvon den metallischen Theilen des Mörsers, die sichwahrend dem Stoßen mit dem Email vermischt haben,gereinigt wird. Hat man nach Verlauf der angegebenenZeit das Scheidewasser wieder abgegossen; so muß mandas Email wieder wie vorher mit klarem Brunnenwas-ser waschen, und zwar so lange, bis nichts mehr von