Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
500
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man mit einem Zirkel die Größe des Kreises der auf derfalschen Platte für den Rand des ZieferblattS gemachtist, und mit der nämlichen Oefmmg des Zirkels bc<schreibe man denselben Kreis auf der kupfernen Platle.Man kann sodann nach diesem Kreise das Ueberflüßigevon der Platte mit einem Meise! abhauen.

Dom Email, und von der Art, es zumGebrauche zuzubereiten.

Das Email, welches zu den Zieferblattern ge,braucht wird, ist eine Art Glas, dessen Durchsichtig»keit man geraubt und es weiß gemacht hat. Um dasZieferblatt zu emailliren; so wird das Email in feineKörnchen gestoßen, und nachdem Wasser darauf gcgos»sen und zu einem Teige gemacht ist; so streicht man die»sen über die ganze Oberfläche der kupfernen Platte, undzwar an allen Stellen gleich stark. So bcstrichen wird diePlatte in einen Reverberirofen gethan, wo der Teig ,flüßig wird, und sich gleichmäßig mit einander vcrci»nigt. Es werden alsdann die Stunden und übrigenAbtheilungen mit einem schwarzen Email auf dieseOberfläche gemahlt, welcher gleichfalls im Ofen zumFließen gebracht wird.

Das Email, welches zu den Zieferblättern derfranzösischen Uhren gebraucht wird, kömmt aus Ve,ned ig, und man kann es oft bey den Kaufleuten er-halten, die mit Uhrmachcrwaare handeln, (Eigent-lich wird das Email aus dem besten Crystallglas, oderan dessen Statt auch aus den Bestandtheilen diesesGlases, aus dem feinsten Sande oder Kieselsteinen,mit Zinn- oder Bleyasche verfertigt.) Man hat zweyer- 1lcy Sorten von Email, weiches und hartes. DaS ^hapte Email zeigt im Durchbrechen Poren, die untersich vereinigt sind; diese Art ist vorzüglicher und nimmt >eine sehr schone Politur an, obgleich sie ein stärkeres !Feuer nöthig hat, es in Fluß zu bringen. Man erhält >