Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
492
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dem Zieferblatte habe, und die Röhre dem Stunden,zeiger oder der Röhre des Ctuudenrades nicht hinderlichseyn könne.

Der Minutenzeiger einer Taschenuhr erhalt nieeine solche Röhre; man schlägt nur das Loch in dem.selben, wie schon erwähnt, nach der gehörigen Größefür den viereckigen Zapfen des Minutenrohrö viereckig,daß es genau auf diesen Zapfen passe, und daß, wenner recht fest hinunter bis aus Ende dieses viereckigenZapfens gedrückt wird, er sich in der gehörigen Höheüber dem Zieferblatte bewege, und nicht auf den Stun-denzeigcr stoße. Das viereckige Loch im Minutenzeigermuß man so schlagen, daß die eine Ecke dieses Lochsnach der Länge des Zeigers hingekehrt sey, und zwarso, daß eine Linie, welche man von der Spitze des Zei-gers bis zur Mitte seines Lochs gezogen hat, genau aufdie genannte Ecke treffe. Nachdem man auch dieseLinie gezogen hat; so feilt man ihn, wie beym Stun-denzeiger, ums Loch herum recht rund, aber ja nichtzu schwach, um nicht zu befürchten, daß das Loch beymfesten Aufdrücken auf das Minutenrohr von einanderreiße.

Beym Verfertigen des Minutenzeigers zu einerSchlag - oder Repetiruhr muß man noch eine Regelbeobachten, die von vielen Künstlern so gewissenlos ver-nachlässigt wird; nämlich man muß den Zeiger so ein-richten, daß er genau auf60 stehe, wenn der Sterndes Repetirwerks in dem Augenblicke um einen Zahnfortgeschoben, oder wenn beym Schlagwerke der Recheneben gehörig zurückgefallen ist, s. Schlagwerk undRepetiruhr. Man setze die Uhr völlig zusammen,und lege auch das Zieferblatt darüber. Man stecke dannden Minutenzeiger vor der gänzlichen Beendigung des-selben auf das Minutenrohr, und drehe dies so, daß,wenn der Zeiger auf 60 kömmt, das Schlag - oderRepctirwerk ausschiede, und die Uhr die volle Stundeschlage oder pepetire. Es müßte alsdenn die Spitze