Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
491
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Zei 491

Die Röhre des Stundenzeigers der Taschenuhrenwird mit dem Zeiger aus einem Stücke gemacht. Esmuß daher das für ihn befummle Stück Messing dickerseyn, als es für die Stärke des Zeigers zu seyn brauchte.Man feilt es also auf einer Seite nach der Starke dieder Zeiger haben soll dünner, und laßt es blos um dasLoch herum dick, wo also ein runder Ansatz von Gestalteiner Röhre stehen bleibt. Man steckt den Zeiger aufeinen Drehstift und dreht den runden Ansatz um demLoche herum recht rund, daß er mit hinreichendem Spiel-räume durch das Loch des Zieferblakts gehe. Man feileihn unterwärts eben, daß er auch nicht langer als dieRöhre des StundenradeS sey. Man feile nun auch denStundenzeiger, der, wenn er auf die Röhre des Stun-denrades gesteckt ist, bis an die Stundenabtheilungeureicht, an diesem Ende spitz zu; man ziehe eine Linievon der Spitze des Zeigers bis an die Mitte des Lochs,und nach dieser Linie feile man sodann den Zeiger umsein Loch herum recht rund, nehme aber da nicht zuviel weg, damit er Festigkeit behalte, und laste auch dawo der Strich Hintrift auf besten beyden Seiten nocheine hinlängliche Breite, damit auch da der Zeiger nichtabbrechen könne.

Ist man so weit mit der Verfertigung des Stun-denzeigers vorgerückt; so bringe mau eben so weit auchden Minutenzeiger zu Stande. Bey der Pendeluhrbekömmt gewöhnlich auch dieser eine Röhre oder einenPutzen, wegen mehrerer Festigkeit. Man nimmt dazugleichfalls ein Stück Messmgdrath, bohrt in dasselbeder Länge nach ein Loch, etwas-kleiner als der Umfangdes Minutenrohrs betragt. Dies Loch schlägt man miteinem Dorne viereckig, daß es auf den viereckigen Ansatzdes MinurenrohrS genau und fest passe, drehe einenAnsatz daran, welcher durch das Loch im Zeiger gesteckt,und darin vernietet wird. Man verkürze nun dieseRöhre des Minutenzeigers, die man erst rund gedrehthatte, so weit, daß der Zeiger die gehörige Höhe über