Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
435
Einzelbild herunterladen
 

4Z5

gen zu Pulver gestoßenen und geriebenen Sachen ver-mischt man damit, und gießt von beliebiger Dicke, Län-ge, und in willkührlieher Menge, Stangen daraus.Man erwärmt das vergoldete Siück, überstreicht esmit di^em Glühwackffe und brennt es über einemKohlenfeucr ab. Man kratzt nun die ganze Ar-beit mit einer feinen Kratzbürste uud^polirtsie mit einem Polirstahle, Zahne, Blutstein oderJaspis.

Es ist mir noch das Hellen übrig. Um dies zuverrichten laßt man in einem reinen Topfe Wasser ko-! chen. Man nimmt darauf gestoßenen Weinstein undSchwefel von jedem ein Theil, und vermischt bepdcsmit 2 Theilen Salz. Diese drey Ingredienzen machendie Helle aus. Man schüttet sie in das kochendeWaffer und tunket die Arbeit hinein, so lange, bis sieeine hohe Goldfarbe erhallen hat. Zu lange darf mansie nicht in das kochende Wasser halten, weil sie als-dann leicht ihren Glanz und ihre Schönheit verliert,und blau wird.

Das Glühwachsen darf nicht zu stark geschehen,damit die Arbeit nicht zu dunkel werde. Eigentlich istauch eins, entweder das Glühwachsen oder das Hellenüberflüssig.

Eine andere Art zu vergolden lehrt Hoffmann(H Gottfr. Aug. Hoffmanns chymischer Ma-nufacturier und Fabrikant. Gotha 1758. S. >85 u.f.)Bcrthoud (kchsrti' t-w. D I. p. 418 ) u. a m. DadesBerth 0 uds Methode noch der Klkinschen vor-zuziehen ist; so verdient sie hier auch wohl eine Stelle.

Man schlägt das zum Vergolden bestimmte Goldauf einem polirten glatten Amboße recht dünn, schnei-det es dann in kleine Stückchen und wirft es in ein rei,nes Glas. Zu r8 Gran Gold, nimmt man 2 Quent-chen Quecksilber, d. i. achtmal mehr Quecksilber alsGold, erwärmt einen Schmelztiegel an einem Koh-lenfeuer, und wirst, wenn der Tiegel roth glühend ist,

! / Ee 2