Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
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V e r

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das Gold mit dem Quecksilber hinein. Man rührt diesin dem Tiegel mit einem Messingellen oder hölzernenStäbe so lange herum, bis das Quecksilber verraucht,das Gold ausgelöste und aus beyden ein Teig gewordenist. Alsdann wirft man diesen Teig in reines Wasser.Ist der Teig entweder noch zu dünn oder zu hart; somuß man durch Daznthuung von Quecksilber nochmalsdie Operation wie im Anfange verrichten, so, daß manim Stande ist ihn gehörig aufzustreichcn. Zum Ver-quicken bedient man sich auch wie bey der KleinschenMethode eines meffingenen Draths, welchen man inScheidewaffer und hernach in Quecksilber taucht, damiter mit letztcrm überzogen und auf diese Art amalgamirtwerde. Ist dies geschehen; so fahrt man mit diesemDrath über das Stück her, welches vergoldet werdensoll, und zwar an allen Stellen und so lange, bis dasganze Stück überall von Quecksilber weiß geworden ist.

Man nimmt dann eine Bürsie von Schweinshaa-ren, und streicht damit das Quecksilber auf dem Stückeso auseinander, daß es überall gleich dick aufsitze. Da-mit kein Quecksilber an die Finger komme; so halte mandas verquickte Stück mit einem reinem leinenen Lappenund streiche das auf obige Art präparirte Gold darauf.Man lege nun das Stück über ein gelindes mit Aschebedecktes Kohlfeuer, und lasse es so lange erwärmen,bis man sieht, daß das Gold aufzubrausen anfängt. Indem Augenblicke ziehe man das Stück zurück, und bür-ste es so lange es noch warm ist ganz leise. Man haltees wieder über das Feuer, und so bald es warm ist ent-ferne man es wieder davon, bürste und reibe es wieder,bis das Gold gehörig auseinandergestrichen ist, und sichüberall gleichförmig an das Stück angesetzt hat. Manbringe es wieder über das Feuer, lasse das Quecksilberganz verrauchen und dss Stück recht gelb werden.Hernach tauche man es in Olivenöl, halte es abermalsüber das Feuer, bis das Oel verraucht ist, und dasStück eine röthliche Farbe bekommen hat. Man wischt