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Wer
neun Theilen Wasser besteht. Man kocht das Quccksil-der hierin gelinde, macht denn das Stück, welches ver,goldct werden soll, und schon abgesotten ist, etwaswarm, und reibt es mit dem Quecksilber, wozu manLeder oder Pergament gebrauchen kann.
Das Amalgamiren verrichtet man auf fol-gende Art: Man hämmert feines Gold so dünne alsKnistergold. Davon schneidet man ein Stückchen ab,welches ohngefähr i Quentchen wiegt; man nimmt da-zu ohngefähr 2 Loth reines Quecksilber. Darauf läßtman einen inwendig mit Kreide bestrichenen reinenSchmelztiegel stark glühen und thut alsdann das mitQuecksilber vermischte Gold hinein, welches man indemselben so lange hcrumschüttelt, bis es ins Fließenkommt. Schnell gießt man es sodann aus dem Tiegelheraus in eine mit Wasser angefüllte reine hölzerneSchaale; so ist das Amalgame, fertig. Um nundas Amalgame, aufzutragen; so nimmt man einenreinen messingenen verquickten Drath, und eine reineBürste von Schweinshaareu. Man hält während demAuftragen die Arbeit über ein gelindes Kohlfeuer, da-mit sie etwas erwärmt werde. Die mit Amalgamsversehene Bürste drückt man an verschiedenen Stellenauf die Arbeit, und darauf streicht man mit ihr das zuvergoldende Stück, bis die Vergoldung darauf an allenStellen von gleicher Stärke wird.
Das so weit fertige Stück läßt man nun abra li-eh en. Zu dem Ende legt man es auf ein Kohlfcuer,und läßt das Quecksilber abdampfen, bis die gelbe Far-be zum Vorschein kömmt. Bläßt man die Kohlen et-was an; so geschieht das Abrauchen geschwinder. Eswäre nun also das Stück vergoldet; nur fehlt ihm nochdie rechte Schönheit. In der Absicht verrichtet mandas G l ü h w a ch se n. Man nimmt zum Glüh w achsZ Pfund gelbes Wachs, 2 Loth ausgesottencn Vitriol,i Quentchen* Grünspan, 2 Loth Röthel und * Quent-chen Borax. Man schmilzt das Wachs, und die übw