Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
433
Einzelbild herunterladen
 

Ver

4ZZ

liren. Wir wollen eine jede dieser Arbeiten nach derandern kürzlich durchgeh,,.

Zum Absieden der Messingtheile, welche ver-goldet werden sollen, nimmt man nach Klein (Be-schreibung der Metalilothe und Löthungen. Berl. 1760.S- 2O u. f.) gestoßenen rothen Weinstein und gemeinesSalz von jedem gleich viel. Der gestoßene Weinsteinwird ganz klein gerieben, alsdann vermischt man ihnmit Salz, thut es mit einander in, einen Topf oder ineinen reinen kupfernen Kessel, und gießt nach Gutdün-ken Wasser darauf. Besser ist es, wenn man nicht zuviel Wasser nimmt; doch ist so viel nöthig, daß dasabzusiedende Stück davon bedeckt werde So wird dasGefäß über das Feuer gesetzt. So bald aber die Flüs-sigkeit in dem Gefäße im Sieden ist; so thut man daSabzusiedende Stück hinein, Und laßt es ohngefahr !Stunde darin gelinde sieden, aber nicht brausend kochen.Wahrend den, Sieden kann man mit einem messingenenDrath oder Löffel die Arbeit in dem Geschirre herum-rühren. So bald man sieht, daß das Stück durch dasSieden in dem Gefäße rein geworden ist;' so nimmtman eS mit einer messingenen Zange heraus, und wirft in reines kaltes Wasser. Man nimmt nun einenLappen oder eine Bürste, die Man mit Polirpulver undWasser besprengt hatte, und reibt damit das abgesotteneStück, spühlt es darauf in reinem Wasser ab, legt esauf ein messingenes Blech und über ein Kohlfeuer, bises trocken geworden ist. Sollte es noch nicht rein genugabgesotten seyn; so muß das Sieden nochmals wie vor-her verrichtet werden. Nach dem Absieden folgt dasKragen mit einer Kratzbürste. Doch ist diesüberflüssig, wenn das Stück durch das Absieden reingenug geworden ist.

Das Verquicken ist um desto nothwendiger.Es gehört dazu Quecksilber und Scheivewasser Gutesreines fließendes Quecksilber wird in etwas Scheidewaf-ser gethan, welches aus einem Theile Scheidewasser undu. rhei,. E e