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ein. Die kalte Vergoldung auf Silber oder Messingkann man auf folgende Art verrichten:
Man nimmt zu 5 Pfund Scheidewasser i Lothweißen fein pulverisirten Salmiak, schüttelt dies in ei-nem Gefäße durcheinander, und laßt es über Kohlenzergehen. Darauf seihet man es durch ein Papier inein.» gläsernen Kolben, und wirft ; Quentchen dünngeschlagenes Gold hinein, welches man wieder überKohlen zergehen läßt. Ist dies geschehen; so fügt mannoch r Loth Steinsalz hinzu, und nachdem auch diesaufgelöst ist; so nimmt man einen reinen leinenen Lap»pen, taucht diesen in das auf diese Art präparirte Gold«fche.dcwasier, und läßt dies ganz in den Lappen hineinzie«he». Wenn dieser wieder getrocknet ist; so brenntman ihn zu Zunder, welchen man in einem steinernenoder gläsernen - 1 'orser ganz zerreibt. Um nun mit demauf diese Art erhaltenen Goldpulver zu vergolden; somuß man einen mit etwas Salzwasser befeuchtetenKork Hineintauchen, und mit dem, was daran sitzenbleibt, die gehörig geschliffenen, polirten und gereinig,teil Messingtheile, welche vergoldet werden sollen, rei-ben ; so werden diese gut kalt vergoldet werden. Mankann die kalte Vergoldung z. B. bey Zieferblattcrn gro-ßer Uhren u. s. w. statt des Gold firniß anwenden.
Die warme oder Feuervergoldung ist fürden Uhrmacher weit nothwendiger als die kalte; dennmit jener werden alle Mcssingtheilc der Taschenuhren,und zwar auf die Dauer, vergoldet. Zu der warmenVergoldung gehören gewöhnlich folgende nach einanderfolgende Proceduren, obgleich man hierzu mehrerleyMethoden hat: i) das Absieden, 2) das Kraz«zen mit einer Kratzbürste, z)das Verquicken,4) das Amalgamiren, ;) das Auftragen, 6)das Abrauchen oder Abdampfen, 7) das G1 ü h-wachsen, 8) das Kratzen mit einer feinenKratzbürste, 9) das Hellen, und ro)das Po«