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2 (1810)
Entstehung
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oder dasjenige Metall zu der Bearbeitung der Unruheanzuwenden, welches bey einer geringen Flache dochhinreichende Masse hat, um eine hinlänglich schwere Umruhe zu bilden. Man muß also dasstnige Metall zueiner Unruhe nehmen, welches das specifisch schwersteist: dies wäre dum das Gold. Daher ist eine goldeneUnruhe die beste. Das Gold dazu muß aber jedochMlt Kupfer lcgirt seyn, damit es unter dem HammerDichtigkeit erhalle, und sich nicht biege. Da aber beyeiner gewöhnlichen Taschenuhr nur selten eine goldeneUnruhe angewandt wird, obgleich die Kosten derselbennicht so groß seyn würden, daß sie nicht im Stande wa-ren den Nutzen zu ersetzen, der aus einer goldenen Un-ruhe entspringt; so muß man doch wenigstens das Me,tall zu einer Unruhe wählen, welches nächst dem Goldeam besten ist. Dies ist das Messing. Eine messingeneUnruhe vergoldet man denn gewöhnlich, damit sich keinGrünspan daran setzen könne Stählerne Unruhen darfman bey einer guten Uhr gar nicht anwenden, besondersauch, seine Leichtigkeit bey Seite gesetzt, wegen desMagnetismus und des Rostes, welchem dies Metall soleicht ausgesetzt ist.

Man giebt der Unruhe, welche man nach der ge,hörigen Größe aus gut gehämmerten Mtssingbleche aus-gehauen, und die man nach der gehörigen Stärke abge-dreht hat, gemeiniglich drey Schenkel zur Festigkeit desRinges der Unruhe, iveil die Unruhe durchbrochen ist.Man muß sie aber so feilen, und überhaupt das Durch-brechen so bewerkstelligen, daß die Unruhe auf allenStellen im Gleichgewicht stehe. Gewöhnlich richtetman den einen Schenkel so ein, daß er, wenn die Spin-del mit der Unruhe verbunden, und sie nebst der Spi-ralfeder eingesetzt ist, in einer geraden Linie mit der Axedes Steigrades liege. Beym nachmaligen Abfeilenoder schwacher Machen der Unruhe, oder wenn sie nichtim Gleichgewicht war, muß man die überflüssigen Theileimvendig vom Ringe wegnehmen, ja nicht vorn oder