Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
423
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ehe seyn sollte. Oder wollte man die Zapfen der Uhrunter diesen beyden, welche am stärksten sind, schwacherund sie gleich stark wie bey der andern Uhr machen; sokönnte man sich dazu des sogenannten Trieb Maaßes<s. dieses Wort) bedienen.

Eine Regel, um den Widerstand des Oels zurCompensation der Warme und Kalte gehörig zu tref-fen, ist diese: Um die durch das Oel hervorgebrachteCompensation verhältnißmäßig zu machen; so setze mandie Proportion: Es muß der Widerstand des Oels,bey einer Unruhe, um zu einer Compensation geschicktzu seyn, sich zum Widerstände des Oels einer andernUnruhe, um die nämliche Compensation zu bewirken,verhalten, wie die Starke der Bewegung der gesuchtenUnruhe, zur Starke der Bewegung der gegebenen.Man sieht also, daß hier auch das umgekehrte Verhält-niß Statt findet. Um dies Verhältniß zu entwickeln,und das Gesuchte zu bestimmen; so suche man erst dieGeschwindigkeit der Unruhe oder die Stärke ihrerBewegung zu erhalten, indem man nämlich denDurchmesser derselben mit dem Bogen, den sie be>schreibt, multiplicirt, und dies Produkt wieder mit derZahl der Vibrationen in einer Sekunde multiplicirt,wie solches weiter oben gewiesen ist. Um den Wider-stand des Oels, den die Zapfen der Unruhe erleiden,zu bekommen, oder, welches das nämliche ist, die Fcic-tion derselben; so muß man den Durchmesser der Za-pfen messen, und ihn mit der Anzahl Vibrationen ineiner Sekunde multipliciren. Dieß Product multipli-cirt man wieder mit der Schwer? der Unruhe. Somache man eS mit den beyden Uhren, und löse danndas Verhältniß auf, wo man sodann das Gesuchte oderden Werth von X finden wird.

Zur Verringerung des Widerstandes der' Luft,welcher auf die Unruhe würkt, ist blos die Regel inAchtu nehmen, daß man der Luft so wenig Fläche als mög-ch entgegensetze. Man sucht also diejenige Materie