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2 (1810)
Entstehung
Seite
413
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auch die leichteste Bewegung und wenigste Friction habe,welcher am weitesten vom Mittelpunkte der Bewegungentsinnt ist; (s. Berechnung der Kraft, dievom ersten Rade an auf das übrigeRäder-werk wurkti> so laßt sich dies auch gar leicht auf dieUnruhe anwenden, deren Friction um fo mehr verein«gcrt wird, je größer ihr Durchmesser ist; und zwar wirdbey einem noch einmal so großen Durchmessr die Fric«tion noch einmal so geringe seyn, u. s w. welches ausden Grnndsahen der Mechanik hierüber erhellt. Hier-aus wird ferner dargethan, daß es vortheilhafter sey,beym gegebenen Durchmesser der Unruhe von einerleichtern Unruhe große Bogen beschreiben zu lassen,als von einer schwerern Unruhe kleinere. Der Wider-stand der Luft, welchen die Unruhe bey ihrer Bewegungerleidet, wird nun freylich wohl hierin noch einige Aen«derungcn machen; allein er ist bey der Unruhe nicht sobeträchtlich, als daß er hier eine ganz besondere Be-trachtung verdiente. Nur so viel muß zu dessen Ver-minderung gemerkt werden, daß man die Fläche, wel-che die Unruhe der Luft entgegenseht, so viel wie mög,li.l, z» verringern suche. Was über die Verminderungder friction an den Zapfen der Räder u s. w. zur vor-theilhaftcn Bewegung der Unruhe zu erinnern ist, dasfindet man im Artikel Taschenuhr, im Anfangedesselben, hinlänglich erläutert. (Vergl. hiermit den Ar-tikel Friction.)

Auch um die Würkung der Warme und Kalteauf die Spiralfeder zu compensiren, muß man beson,dcrs aus die Unruhe Rücksicht nehmen. So-ist eineleichte Unruhe weniger zu einer Compcnsation geneigt,als eine schwerere. Am besten findet man die richtigeSchwere derselben für eine gute Compensation durchVersuche, indem man die Schwere so lange verändert,und sie alsdann in der Warme und Kalte probirt, bissie in der Warme und Kalte immer gleichförmig geht,vorausgesetzt, daß auch die Friction verhältnißmaßig