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2 (1810)
Entstehung
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unter dem Namen Unruh scheide oder Schwung«kad, (^nneau äu lsslancior, (lsrcls üu lZaliwLier.)

Die Erfindung der Unruhe ist weit alter, als dieErfindung des Pendels, weil jene Zugleich mit den Ta-schenuhren erfunden wurde. Selbst schon vorher gaban g.ofen Uhren die Bylanz eine Idee von einer Un«ruhe, und es war daher um so viel leichter dieselbe mitder Taschenuhr zu verbinden. Das Pendel, sonst der voll-kommenste Ne ulator, konnte aus degreifiich,n Ursachennicht bey einer Taschenuhr gebraucht werden, weil diese inverschiedene Lagen gebracht wird, und das Pendel immervertaal herabhangen muß. Wir werden uns hier etwas beyder Unruhe aufhalten, um zu untersuchen, welches di-' besteBeschaffenheit einer Unruhe für die Taschenuhr sey;und da müssen wir denn erst folgende Bemerkungenbeybringen:

Bey der Anbringung einer Unruhe an eine Ta-schenuhr muß man in Betrachtung ziehen 1) die Star-ke der Feder, welche sie in Bewegung setzen soll; 2) dieGeschwindigkeit, mit welcher sich die Unruhe in einergewissen Zeit hin und Herbewegen, das heißt, vibrirensoll; z) den Widerstand besonders der Friction, weichtbeym Räderwerke sowohl als bey der Unruhe Stattfindet. - Daraus leitet man denn her i) die Große derUnruhe, 2) die Schwere derselben, z) die Größe ihrerFläche, mit welcher sie die Luft durchschneidet, 4) dieStarke der Spiralfeder.

Von der Trägheit der Unruhe^ ober von ihrerGröße und Schwere, und von der Kraft der Spiral-feder, hängt die durch eine Spiralfeder regulirte Ge-schwindigkeit der Unruhe ab. Daraus läßt sich als-dann folgern, daß bey einer großen und schweren Unru-he mit einer schwachen Spiralfeder auch die Vibrationenlangsam seyn werden, und so umgekehrt werden die Vi-brationen desto geschwinder seyn, je kleiner und leichterdie Unruhe, und je stärker die Spiralfeder ist; dadurchwerden denn auch die Vibrationen dem Jsochronismus