Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
404
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404 Uhr

nun wohl noch Jemand zweifeln, daß zum Reparirender Uhr wenigere Kenntnisse erfordert werden, als zurVerfertigung neuer?

Uhrmacherkunst, ttorloxsrie. DieKunst des Uhrmachers Uhren zn verfertigen. Erst zuAnfange dieses Jahrhunderts kam diese Kunst recht inAufnahme, nach Huyghens merkwürdigen Erfin«düngen. Vorher hatten sich größtenkheils nur Privat«leute mit der Bearbeitung der Uhren beschäftigt. Vonda an aber brachte man die Uhrmacherkunst in eine In«nung, und sie wurde nun erst recht eine recht wichtigeKunst. Was über die Uhrmacherkunst zu sagen wäre,findet man im Artikel U h r e n und U hrma ch e r.

Uhrplatten, s. Platten der Uhr.Uhrschließfeder, s. Schließfeder.

Uhrschlüsfel, Schlüssel zum Aufziehender Taschenuhr, Liess Auch die Uhrschlüsfelverdienen einige Aufmerksamkeit. Man theilt sie inenglische und französische. Letztere bestehen auseinem Rohre mit dem viereckigen Loche, welches geradeunter dem Gewinde sitzt; erstere hingegen haben zweyRöhren, welche um einen rechten Winkel von einanderabstehen, und sich um den Kopf des Schlüssels drehenlassen. Mit den französischen Schlüsseln werden ge«wöhnlich die französischen Uhren aufgezogen, die aufdem Zieferblatte ihr Aufziehloch haben; mit den engli,schen Schlüsseln die englischen Uhren. Die Röhrender Schlüsse! sind entweder von Stahl oder von Mes«sing, auch wohl von Silber verfertigt. Die stahlennen, welche an den Kopf geschraubt werden, sind diebesten, nur müssen sie genau für den Aufziehzapfen paf«send seyn. Sind sie dies nicht; so schleifen sich Zapfenund Schlüssel aus, und besonders von diesen Theilender am ehsten, welcher am weichsten ist. Ist dies derZapfen; so wird er und also auch die ganze Uhr ruinirt,daher ist es immer besser, daß sich der Schlüssel aus«