Uhr 40z
ein Paar Thaler höher an, wenn sie Jemand kaufenwill, der einigermaßen ein. Kenner von Uhren ist, bie-tet ihn auch wohl noch weniger, weil sie nicht in Frank-reich oder England gemacht ist; und der Uhrmachermuß sie denn endlich für einen Preiß weggeben, welcherohngefahr fv viel betragt, als er würde mit Holzhauenverdient haben, wenn er die Tage, die er auf die Ver-fertigung zugebracht, zusammenrechnete Wer abereine recht gute Uhr haben will, und sie bey einem geschick-ten Uhrmacher bestellt, der wird sich auch gewiß nichtweigern dem Künstler seine Arbeit so zu bezahlen, daßer mit Ehren dabey bestehen könne.
Hieraus sieht man also die Ursache, warum dieje-nigen Uhrmacher, welche nur alte Uhren verfertigen, sowenig geneigt sind neue Uhren zu bauen. Leider! isthieraus unter dem unwissenden Publikum das Vorur,theil erwachsen, daß die Uhrmacher, welche, blos repa-riern, keine neue Uhren verfertigen könnten. Als wennderjenige, welcher alle Theile der Uhr einzeln verfertigt,-nicht auch die ganze Uhr verfertigen könnte. Lauft bey-des nicht auf eins hinaus i' Allerdings muß aber derReparator ein Mann seyn, der seine Sache versteht.Er muß z B. wenn er ein Rad in die Uhr macht, wis-sen: 1) seine gehörige Größe zu bestimmen; 2) seinegehörige Starke nach der bewegenden Kraft abzumessen,so wie auch die richtige Starke der Welle und Zapfendesselben; z'muß er dem Rade die .rich ige An .ahlZahne und genau die vollkommenste Krümmung zu ge-ben versteh,,, um einen vollkommen guten Eingriff zu-wege zu bringen; 4) muß er das Rad so zu setzen wis-sen , daß der Druck von der bewegenden Kraft auf alleTheile desselben gleichförmig geschehe, und dabin ch einegleichförmige Friction bewürkt werde. Wird eine neueFeder in die Uhr gesetzt: so muß er ihre richtige Starkezu treffen versteh,,. damit in einen, gewissen Zeitraumedie gehörige Anzahl Vibrationen erfolge. Dazu gehö-ren nothwendig Kenntnisse der Mechanik u. s. w. Wird
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