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2 (1810)
Entstehung
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Uhr

chanik den ersten Rang ein. Die Arithmetik seht den.Künstler in den Stand die Revolutionen der Räder zufinden, darnach die Anzahl der Räder und Getriebe, de-reu Zahne, Vibrationen des Pendels, Lange desselbenu. s w. zu finden. Durch die Geometrie lernt er die »Vortheilhafteste Gestalt der Zahne und anderer Theile "bestimmen, und aus der Mechanik muß er von derStarke aller Theile, sie nach ihrem Endzweck einzurich-ten, und daher die richtigen Dimensionen derselben zubestimmen, unterrichtet seyn. Ueberhaupt muß er, umalle Theile derselben symmetrisch entwerfen zu können,ein gründlicher Mathematiker seyn.

Man sieht also, welch eine erhabene Kunst dieUhrmacherkunst ist, und wie viel zu einem gründlichenUhrmacher gehört. Man nehme nur den Berthou d,

Le Rvy, Harrison, Arnold u. a. m. zu Mu-stern, und man wird einsehen, wie weit man es brin-gen , wie viele Kenntnisse man sich erwerben muß, umdiesen Männern zu gleichen.

Die meisten Uhrmacher in Deutschland müssensich grcßtentheils vom Repariren der Uhren nähren undnur selten verfertigen sie neue Uhren. Dies machen dievielen aus- und inländischen Fabriken, in welchen dieUhren in so großer Menge und zu so geringen Preisenverfertigt werden, daß der Uhrmacher, welcher sie ein-zeln verfertigen und zu den nämlichen Preisen verkaufenmüßte, gar nicht bestehen würde, wenn er ein ehrlicherMann bleiben wollte. (S. den Artikel Taschenuhr,am Ende.) Gesetzt der Uhrmacher wollte eine Taschen-uhr auf den Kauf machen. Er wird, wenn er ein ge-schickter Mann ist, und alle Theile der Uhr nach den lbesten Grundsätzen, die er wohl weiß, verfertigen will,nicht wenig Zeit bis zur völligen Beendigung zubringen,die Gehäuse muß er von einem Gehäusemacher verferti-gen lassen, und bietet er sie nun zum Verkauf an; so 'schätzt man ihren Werth nach dem gewöhnlichen Preiseeiner gewöhnlichen Duhenduhr, rechnet ihn auch wohl