Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
400
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Glasern keins findet, welches sogleich gehörig eingesprengtwerden kann; so nimmt er eins, welches ein wenig zugroß ist, und schleift etwas davon. Dies Schleifenmuß, wenigstens wenn das Glas bald ins Gehäusepaßt, auf einem feinen Steine verrichtet werden.

Uhrkasten, Uhrgehäuse zur Pendeluhr,s. Kasten der Uhr.

Uhrketre, s. Kette.

Uhrleinen, s. Schnur.

Uhrmacher, UlorIo ^ er. So nennt man,wie Jedermann weiß. die Künstler, welche sich mit derVerfertigung der Uhren beschäftigen. Gewöhnlichtheilt man die Uhrmacher in zwey Classen oder Zünfte:in die erste kommt der Groß und in die zweyte derKlein Uhrmacher. Der Großuhrmacher macht als«denn blos Pendeluhren, der Kleimihrmacher Taschen«uhren. Dieser Unterschied der Uhrmacher findet abergemeiniglich nur in großen Städten Statt; aber auchda nicht immer, sondern man wird die meiste Zeit fin«den, daß derjenige, welchen man Kleinuhrmacher nennt,zugleich auch große Uhren verfertigt, lind so umgekehrt.Der Großuhrmacher, wenn er ein geschickter Arbeiterist, und die Theorie seiner Kunst inne hat, wird ebensowohl auch eine Taschenuhr verfertigen können, alseine Pendeluhr. Man muß aber diese Großuhrmacher,

< welche astronomische, gute Tisch« und Wanduhrenmit Schlag- und Repetirwerke u. s w. verfertigennicht mit denjenigen verwechseln, die nicht den NamenGroßuhrmacher verdienen, und nur unter dieSchlosser gehören. Ich meyne die Arbeiter, welcheblos eiserne Uhren, z. B- Thurmuhren, verfertigen,und nicht im Stande sind gute astronomische u. d. gl.Uhren zu bauen- Es eignen sich diese Leute gewöhnlichden Namen Uhrmacher zu, den sie doch in der Thatnicht verdienen. Freylich gehören zu dem Baue einerguten Thurmuhr auch schon Kenntnisse, die kein Schlös«