Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
399
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Uhr Z9A

recht vorsichtig geschehen, und zwar nicht zu stark aufeinmal, sondern nach und nach.

Uhrgehäusen, ach er. So nennt man dieKünstler, die blos die Gehäuse der Uhr verfer,tigen. Sie gehören nicht zu den Uhrmachern, son-dern kommen-eher den Goldschmieden näher, weilihre Materialien, die sie verarbeiten, Gold, Silber undTomback oder Messing sind. Man findet die Uhrge-häusemacher in Uhrfabriken, wo sie als Gesellen arbei-ten; jedoch findet man sie auch in großen Städten,z. B> in Angspurg, Berlin, London, Paris,Stockholm u s w. wo sie sich als Meister ihrerKunst niedergelassen haben, und von den gewöhnlichenProfessionsgebräuchen der Handwerker frey sind. Sienehmen daselbst von jedem Uhrmacher Bestellungen an.

Uhrgläser, Hohlgläser, Gläser derUhr, 8. Dies sind die bekannten Gläser zur

Bedeckung des Zifferblatts. Sie werden in den Ring oderDeckel des innern Gehäuses eingesprengt. In Eng-land, Frankreich, Deutschland, Böhmenu. s. w. werden sie in großer Menge verfertigt. Manschneidet sie nämlich da in den Glasfabriken mit einemglühenden Eisen aus geblasenen Glaskugeln, und nimmtalsdenn mit einer stumpfen Scheere die Ecken weg.Die Ränder werden hernach schräg abgeschliffen. DerUhrmacher kauft diese Gläser gemeiniglich von herum-reisenden Handelsleuten, welche sie zum Verkauf beysich tragen. Die englischen haben vor allen andern dcnVorzug. Man muß zu einer Uhr ein solches Glaswählen, welches nicht höher, als der lange Zapfen desMinutenrades ist; darf aber ja nicht daran stoßen.Ueberhaupt ist bey der Wahl eines UhrglasiS zu einerTaschenuhr darauf zu achten nöthig, daß es bey dernach der Länge des mittlern Zapfens bestimmten Höhe,nicht sonst noch wo anstoßen könne, z. B. an einen Zei-ger, wodurch der Gang der Uhr gehemmt werden dürf-te. Wenn der Uhrmacher unter einem Vorrathe von

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