Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
395
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Kugel gelegt, und 4) mit einem Planir Hammer ein Hammer mit einer runden glatten Bahnedie Falten herausgeschlagen. 5) Auf einer Richt«scheide von Messing werden die Mundstücke gerichtet,ehe sie zusammengelöthet werden. 6) Auf einem Dreh«stuhle (s. Drehbank der Uhrgehäusemacher)verrichtet der Gehausemacher das Drehen. Alsdannhat er noch nöthig 7) Dreh eisen Grabstichelvon verschiedenen Gestalten. 8) Feilkloben

9) Die Schnellzange (s. diesen Artikel).

Kurze Uebersicht über die Verfertigung derUhrgehäuse.

r. Inneres Gehäuse.

Nachdem zu dem Bodenstäcke ein platt geschlagenesStück Gold oder Silber nach der gehörigen mit dem Zir«kel bestimmten Größe abgeschnitten ist; so wird es inder Stampfe vertieft, und dann mit der Planirkugelund dem Planirhammer geebnet. Darauf wird dieZarge mit dem halben Scharnier verfertigt. Ersterewird auf der Kitt scheide in der Drehbank»gehörigabgedreht. Jedes halbe Scharnier nennt der Uhrge--hausemacher Portescharnier, und die beyden Por«tescharniere bilden das ganze oder eigentliche Scharnier.Die eine Hälfte desselben wird an das Bodenstück, dieandere an den Deckel mit Schlagloth gelöthet. Siewerden alsdann beyde mit der Feile und dem Grabsti-chel gehörig ausgearbeitet, und darauf auf jedes Porte«scharnicr eine kleine Röhre von einerley Größe und Dickegelegt und aukgelöthet. Nun werden die Röhren aus-geschnitten und in einander gelegt, daß ihre Löcher zu-sammenkommen und eine Röhre bilden.

Der Deckel, welcher auch Ring genannt wird,wird auf dem Tribulet gebogen, gerichtet, und dann zu«sammengelöthet. Die Zarge des Ringes, welche genau