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U h r
Uhrgehäuse, Gehäuse der Uhr, koits.
Die Uhrgehäuse zu verfertigen, ist die Arbeit desUhrgehäuse m a ch e r s. Man theilt die Gehäuse inenglische und französische. Ersterer giebt esdreycrley Art: i) das innere Gehäuse, 2) daszweyte oder mittlere, z) das dritte oder >äußere. Von französischen Gehäusen giebt es nurzwey Arten: das innere und äußere.
Alle Uhrgehäuse bestehen aus zwey Haupttheilen:aus dem Boden stücke und dem Deckel, außerdemist an jedem Rande eine Zarge befestigt, welche dasMundstück genannt wird. Die äußern Gehäusesind jedesmal von Tomback oder Messing, und werdengewöhnlich mit Fischhaut, mit Chagrin, mit.
Schilvkrötenschaalen oder mit einem Lacke über-zogen. Blos zu den innern Gehäusen nimmt der Künst-ler edleres Metall: Gold oder Silber.
Die Werkzeuge des Uhrgehäusemachers sind fol-gende : i) der Tribulet, eine messingene Kugel, wo-mit die Mundstücke von verschiedener Größe gekrümmtund gerichtet werden; 2) die messingene Stampfe
und die hölzerne Stämpe. Erstere, welche auchNonne genannt wird, hat eine kegelförmige Aushöh-lung, in welche das Blech gelegt wird, das zum Bo-denstück des Gehäuses bestimmt ist; mit der hölzernenStämpe, welche man auch Mönch nennt, wirddies Blech in die Höhlung der Stampfe eingetrieben.
Auf eben die Art wird die erweichte Schildkröten,schaale aufgetieft. Dieser Stampfen und Stämpenhat der Künstler von verschiedenen Arten und verschie-dener Größe- Die Falten, die durch das Hineinschla-gen in dem Bleche entstehen, werden z) durch die Pla-nst kugel weggeschafft. Diese besteht aus einer hal-ben glatten Kugel, die einen Zapfen hat, womit sie inhen Schraubstock gespannt werden kann. Das zumBodenstück bestimmte Blecl/wird auf die Ründung der