Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
392
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zzr Uhr

sowohl das Praktische als auch das Theoretische dersel«den betraf. Es gehören dahin die Bemühungen desDerthoud, le Roy, Arnold, Kendal u. a.welche bey der Bearbeitung ihrer Uhren die bestenGrundsätze anwandten, selbst neue Theorien erfanden,und besonders auch den praktischen Theil der Uhrma-cherkunst so sehr erhöhten. Andere, die keine Theoreti-ker waren, bildeten blos die praktische Handarbeit nurnoch weiter aus; man findet diese Künstler in Eng-land, Frankreich, in der Schweiz, in Deutsch-land u. s. w. Die Anzahl der Uhren, welche jährlichin die " elt geschickt wurden, vermehrten sich nun auchimmer mehr und Mehr, besonders die Taschenuhren(s. den Artikel Taschenuhren am Ende) und wasnatürlich die Folge von dieser Vermehrung war, diemeisten Künstler hörten auf, die Uhren auf die voll»kommenste Art zu bauen, und richteten ihr Augenmerknur daraus, recht viele solcher Maschinen in die Weltzu sehen Man legte Fabriken an, in welchen die Uh-ren in großer Menge verfertigt wurden. Der tuxusstieg, die Kunst sank. Man fing an die Uyren mehrder Mode als des Nutzens wegen sich anzuschaffen.Genauigkeit wurde da bey Seite gesetzt, und äußererGlanz trat an ihre Stelle. Die Künstler sahen beyihrer Arbe t nicht sowohl darauf, die Uhren nach guter»Grundsätzen zu bauen, und mit ihren Maschinen Nuz-zen zu stiften, sondern nur dem Auge ein Opfer darzu-bringen, um sich an etwas Glänzendem oder Wunder-barem welches man künstlich nannte zu er-götzen.

Da keine Regel ohne Ausnahme ist, so bliebenauch noch hin und wieder Männer übrig, welche sichnoch immer der wahren Vollkommenheit ihrer Kunstbefleißigten, und sich in derselben ein großes Verdiensterwarben. Sie verfertigten Pendel- und Taschenuhrennach den besten Grundsätzen, und rückten immer weiterin ihrer Kunst fort. Und daher hat derjenige, welcher