Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
369
Einzelbild herunterladen
 

Taf Z§9

dritter Spindeln, ein vierter Kloben, ein fünfter diesoder jenes Rad u. s. w. wieder ein anderer setzt denneine Uhr zusammen, indem er die von verschiedenenArbeitern verfertigten Theile, so wie es ihm gut dünkt,

zusammensetzt, und mit einander verbindet Kann

da nun wohl etwas gründliches herauskommen? Nim,mermehr^ Ein jeder Arbeiter wird freylich wohl geübtauf das Stück, das er macht, obgleich er es nicht nachGrundsätzen bearbeitet. Und wenn dies auch gejchähe;so wäre doch kein Theil nach dem andern abgemessen,weil sie nur so ohngefähr zusammengesucht werden-Man kann sich daher den äußerst geringen Preist dieserUhren leicht begreiflich machen. Um diesen bey der im-mer wachsenden Menge der Taschenuhren allein zuiocle und Chaux de Fonds (s. tüsto-

riqtis et litermre äanz la 8nills OLciklentals L dvLU-ebätei Dom. II. paA 214) werden jährlich über r;c>ocrStück Uhren größtenkheils Taschenuhren verfertigtum also den geringen Preis; noch immer mehr zu ver-ringern; so nahm man auch auf die Gehäuse Rücksicht,daß diese ja nicht zu viel Gold oder Silber enthielten.Man verfertigt sie daher in den meisten Fabriken so dün-ne, daß der geringste Druck sie zusammenpreßt, wo-durch denn auch das Uhrwerk sehr leicht Schaden be-kommen kann.

Noch nicht zufrieden die Taschenuhren auf eine so^ unvollkommene Art zusammenzusetzen, bemühten sichverschiedene Arbeiter sie verdienen wahrlich den Na-men Künstler nicht sie auf die möglichst leichtesteArt zusammenzuschlagen, um auf diese Art so bald alsmöglich eine neue Uhr zu verfertigen. Sie ließen daherdie Platten ungeschliffen und unpolirt, so, daß dasDurchkreuzen der Feilstriche beym schwachen Mond-scheine sichtbar war, und größtenteils, da gewiß, wosie von Theilen bedeckt wurden, unvergoldet. Mankann leicht denken, wie akkurat die Zähne der Räderund die Triebstecken der Getriebe waren. Sie sind

u. Lheil. A a