Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
364
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Die Vorzüge des Steigradsklobens haben wir schon be<schrieben Herr Vogel (Praktischer Unterricht vonTaschenuhren u s. w S. 2,z.) halt einen englischenSteigradskloben für besser, und zwar deswegen, weilein Unwissender die Stellschraube leichtverderben könne!! Ist dies nicht ein lächerlicherGrund von einem vernünftigen Manne? Als wenn einUnwissender nicht eben sowohl einen englischenSteigradskloben und die ganze Uhr verderben könnte.

Die Vorzüge des französischen Unruhklobenß fal-len gewiß auch einem Jeden in die Augen. Denn alleredings sitzt ein Kloben mit zwey Füßen, und mitSchrau-ben festgeschroben, fester als einer, welcher nur einenFuß hat, und nur mit einer Sebranbc befestigt wird.Wenn die eine Schraube schadhaft wird, ihre Gangestumpf werden u. s. w. dann wird sich der Kloben indie Höhe heben, die Spindel sich aus ihren Löchern be«geben, das Steigrad durchlaufen, wodurch der Uhrbedeutender Schaden zugefügt werden kann. Es istdaher den Künstlern wohl zu rathen, daß, wenn sieauch eine Uhr nach englischer Art bauen wollen, sie ei»uen französischen Unruhkloben nehmen, welcher auf derPlatte recht fest sitzt.

Sehr auffallend ist noch des Herrn VogelsRath Prakt. Unterr. u. s. w. S. 2ic>u. f.) die Za-pfen ja nicht auf Stahl laufen zu lassen, welche in mes-singenen Löchern gehen, weil, sagt er, Stahl aufStahl einander mehr angreift, und als-dann, weil, wenn der Zapfen auf Stahllauft, er nicht nur sich selbst eher ablauft,sondern auch das Zapfenloch von dem Za-pfen eher erweitert wird; denn dieserkann nicht in den harten Stahl, arbeitetdaher auf eineSeite und verdirbt das Za-pfenloch. Widerspricht sich da der Herr Vogelnicht offenbar selbst? Denn erstens sagt er, der Zapfen