Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
355
Einzelbild herunterladen
 

Taf Z5z

eingehen, denn bloß Friction muß ihn in demselben festheilten. Den Hinkern Theil oder Ansatz feilt man rechtflach, damit man den Folger mit einem starken Klüpp-chen gut fasten und aas venr Loche ziehen oder hinein-stecken könne. Vor diesem platten Ansätze hat manaber erst eine kleine Scheibe stehen gelassen, welche gegenden Bock anliegt. Ist der Folger auf die Art genauzurecht gefeilt; so bemerkt man an seinem runden Ende,welches gegen die Nase gekehrt ist, genau in der Mitteeinen Punkt, für das Loch des himern Steigradsza-pfens. Alan bohre aber das Loch noch nicht hinein,sondern stecke den Folger mit seinem runden Theile erstfest in das Loch des Bocks und untersuche, so wie maudas Loch im Hinterklöbchen bey der französischen Uhrerhielt, ob der bemerkte Punkt auch in gleicher Höhemit dem vordem Zapfenlochs liege Hat man dies ge-funden; so bohre man das Loch für den Hintern Steig-radszapfen nicht völlig so tief, als der Zapfen lang ist.Man lege nun das Steigrad zwischen die Nase und denFolger, nämlich seinen vordern Zapfen in das Loch inder Nase, und den Hintern in dasjenige des Folgers,drücke letzter» bis an seinen Ansatz fest hinein, untersuche,den Spielraum der Steigradszapfen in diesen Löchern,und berichtige ihn.

Noch ist übrig die Entfernung des Bocks von der'Nase zu bestimmen. Dies hangt von der Lange derSteigradswelle ab. Gewöhnlich seht man den Bocknahe an den Rand der Platte; alsdann muß aber dieWelle des Steigradcs lang seyn, und sie kann, damitsie nicht an die Welle des Kronrades stoße, nicht in dergeraden Linie vom Mittelpunkte des Kronrades zumMittelpunkt der Unruhe liegen. Dies sind wirklich einPaar beträchtliche Unvollkommenheiten, denn in der er-sten würkt der Druck, der durch die bewegende Krafthervorgebracht wird, nicht gleichförmig auf die Zapfendes Steigrades, und in der zweyte > kann der Eingriffdes Kronrades in das Getriebe des Steigrades nicht so

Z 2