Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
345
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Taf Z45

Würbe man sie zu weit machen; so wäre man genö-thigt neue Futter zu verfertigen, die alsdann nicht ver-goldet waren. Mit einem feinen Bohrer erweitere mansie daher behutsam nur so viel, als für den Spielraumder Zapfen zur Aufnahme des Oels nöthig ist. Hatman nun auch das Federhaus gereinigt; so lege mandie Feder hinein, gebe ihr etwas Oel zwischen die Gan,ge, und verschließe sie mit dem Deckel. Man verbindenun auch die Schließfeder, welche man gut polirt hat,mit der Platte, und setze alle Theile, um den Gang derUhr zu probiren zusammen.

Zuvor muß man aber alle Theile reinigen. Dievergoldeten Meffingtheile wirft man daher in Weinessig,laßt sie darin einige Zeit, etwa ^ Stunde liegen, undbürstet sie mit einer feinen Kratzbürste rein. Mit einemreinen leinenen Lappen trocknet man alsdann die Platten,den Flügel derMtellung und überhaupt alle glatte Theile;die andern reinigt man völlig mit einer trocknen Haar-bürste und alle Löcher mit den sogenannten Putzhölzern,(s. Putzhölzer und Ausputzen). Darauf setzeman, nach aufgeschrobener Schließfeder, und einge-schlossener Feder mit dem Federstifee in ihrem Haufe,alle Räder zwischen die Platten, spannt die Feder gehö-rigermaßen an, so wie dies beym Abgleichen derselbengefunden wurde, schraubt Stellfcheibe und Flügel mitdem untergelegten Stellrade und Rücker auf die Platte,legt die Theile des Vorlcgewei ks an ihren gehörigen Ort,schließt das Zieferblatt darüber, und überhaupt setzeman alle Theile der Uhr so zusammen, wie es im Arti-kel Zusammensetzen eine Uhr deutlich gewiesenist. Hat man nun auch allen Theilen Oel gegeben; sonehme man eine Spiralfeder, die man zu der Uhr fürpaffend halt, verbinde sie mit der Rolle, indem man siebey s ) iA. 5. durch das Loch steckt, sie darin mittelsteines Stifts befestigt, und zugleich auch an die oberePlatte der Uhr, indem man sie durch das Loch im Spi-ralfederklöbchen 6 steckt (b iZ. 4.) und dadurch zugleich