Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
318
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demselben die verlangte G> öße für das loch da ist. Als»dann nimmt man einen scharfen Reibahl. und erweitertdamit recht behutsam und nur nach und nach das Lochbis zur erforderlichen Größe. Man darf bey dieserProcedur ja nur mit geringer Kraft und nicht zu ge,schwind den Reibadl reiben und eben so auch den Grab,stichel führen. Denn springt erst etwas aus dem Zierferblatte; so ist die ganze Arbeit vergebens, und manmuß mit einem andern Zieferblatte von vorn wieder ^anfangen. Eben so gefährlich und für einen Ungeübten„och weit gefährlicher, aber mit weniger Mühe verbun-den ist 2) die Methode, das Loch durchzuschlagen. Diesgejchieht folgendermaßen:

Nachdem auf vorhergehende Art die Stelle be,merkt ist, wo das Loch hin soll; so legt man daselbst dasZieferblatt auf einen polirten Amboß, der in denSchraubstock gespannt ist. Und nun nimmt man einenrunden unten ebenen gut geschliffenen und polirtenDorn, halt diesen genau auf die Stelle, wo das Lochhingemacht werden soll, und welche den Amboß zur Un- !terlage hat; und nun schlägt man mit einem Hammerfest auf den Dorn, wo alsdann sogleich von der Stelle, ,

wo der Dorn steht auf beyden Seilen das Email her,ausge chlagen wird, und man nur noch nöthig hat dasKupfer zu durchbohren. Sodann erweitert man nur nochLas Loch, nach der bey der ersten Art dasselbe zu erhaltenertheilten Vorschrift, nach der bestimmten Größe. Auf !den Schlag kömmt, wie Jeder einsehen wird, alles an,wenn der Dorn die gehörige Gestalt und Härte hat,rind die Stelle recht genau aufliegt. Man muß so ^reckt mit der Mitte der Bahne des Hammers auf dieMitte des Dorns treffen, und man kann gewiß versüchert seyn, daß die Arbeit jedesmal wohl gelingen wer,de. Schlagt man hingegen nicht gerade, oder liegt dieStelle, welche man durchschlagen will, nicht genauauf; so wird der Ruin des Zieferblatts unvermeidlichseyn. Es setzt also diese Methode auf jeden Fall Ue,