Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
315
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lich ist. Man dreht erst den Absah, welcher durch dieMitte des Steigrades geht, nach der Stärke desselben,recht scharf an, und darauf auch den voroern Sceig«radszapfen, hinter den aber erst noch ein Ansah ange»dreht war, welcher auf der Nase des SteigradsklobenSliegt, damit nicht unmittelbar die innere Fläche desSteigrades sie berühre, und daher sich auf ihr reibenkönne. Benve Zapfen dieses Getriebes werden gehörigschwach gedreht, ohne ihre nöthige Stärke zu über«schreiten, und darauf polirt, nachdem das Steigrad aufden vordem Ansah des Getriebes genietet war.

Um nun zur völligen Ausarbeitung oder Finissi,rung aller Theile düser Uhr überzugehen; so sorgeman zuerst für ein gutes Zieferblatt, welches für dieseUhr nicht blos die richtige Größe sondern auch die ge,hörige Höhe habe, daß es nicht die Stege im Vorlege,werke berühre. Die Lage des Zieferblatts über demWeistrwerke sieht man pi§. r., wo sie von den punktic«ten Linien angedeutet wird.

Das Zieferblatt hat gewöhnlich drey Füße, welchedurch Löcher gehen, die auf der Pfeilerpmtte gebohrtsind, und daselbst mit Vorsteckstiften festgehalten wer-den, s Zieferblatt.. Man hält nämlich das Zie-ferblatt, um es gehörig über das Vorlegcwcrk zu sehen,über dasselbe auf der Pfcilerplatte, so, daß sein Mittel-punkt genau über den Mittelpunkt der Platte falle, unddie Stundenzahl 12, oder, welches einerley ist, dieMinutenabtheilung 60 über die Mitte des Scharniersfalle. Wo dann die Füße auf der Platte aufstehen, dawerden für sie die Löcher in die Platte gebohrt. Rechtvorzüglich ist das Verfahren, dessen sich einige geschick,te Künstler und auch Berthoud bedienen, das Zie,ferblatt zu befestigen; nämlich mittelst einer Schraube,die durch das Zieferblatt in die Platte geschroben wird,da, wo sie nicht hinderlich ist. Das Zieferblatt selbsthat doch noch zwey Füße, welche zu mehrerer Haltbar,