Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen
 

-74

T a s

cheS alles auf eine vollkommen leichte Bewegung ab«zweckt, findet man weiter unten am gehörigen Ortemehr gesagt.

Jetzt noch etwas über eine Hauptveränderung, derdie Taschenuhr ausgesetzt ist, und über die Art, sie, wonicht ihr gänzlich zuvorzukommen welches bey einerso kleinen Maschine, als die Taschenuhr ist, unmöglichwäre doch zu schwächen und ihre Würkung wennger auffallend zu machen. Ich meyne die Würkungder Warme und Kälte auf diese Maschine. Die Käl,te würkt nämlich dergestalt auf die Spiralfeder, daßsie die Elasticität derselben vermehrt, wodurch die Vi-brationen der Unruhe geschwinder gemacht werden.Durch die Wärme hingegen dehnt sich die Spiralfederaus, verlängert sich, und daher müssen die Vibrationenlangsamer werden, so wie dies bey jedem Metalle derFall ist (s. Veränderung der Metalle durchWärme und Kalte). Nun aber verursacht dieWärme und Kälte noch eine andere Würkung auf denGang der Uhr, die jener, welche die Verlängerung undVerkürzung der Spiralfeder verursacht und wodurchein langsamerer oder geschwinderer Gang der Uhr er,erzeugt wird, nicht sowohl entgegenzuarbeiten, sonderndie hervorgebrachte Veränderung des geschwinder, oderlangsamer Gehens aufzuheben oder wenigstens zu ver«bessern sucht. Man hat nämlich gefunden und es istauch gewiß einem Jeden begreiflich, daß, wenn sich dasOcl durch die Kalte verdickt, die Anreibung stärker unddaher'die Vibrationen langsamer werden, so, daß alsoauch die Uhr langsamer gehen muß. Indem dies ge-schieht; so wird ebenfalls durch die Kälte die Elasticitätder Spiralfeder vermehrt, so, daß die Uhr dadurch ge-schwinder zu gehen genöthigt wird. Diese zwey durcheine und dieselbe Ursache erzeugten Veränderungen wür-fen sich also entgegen, und eine sucht die andere aufzu-heben. Diese Veränderungen, allein entgegengesetzt,erfolgen auch durch die Wärme, welche das Oel fließend