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thoud (Vrsitö -Zes kkorl. mor. p. 99) kam auf dieIdee die gewöhnliche ruhende Hemmung doch bei» denSeeuhreu anzuwenden, wenn man die durch die Ruheerzeugte Friction unendlich g^inge machte, welches ge-schehen könnte, wenn man eine Materie na me, welcheso hart und dicht als möglich sey. Er schlug daher vordie tappen oder die Theile des Cylinders, welche vondem Cylinderrade gefaßt werden, ven orientalischemRubin zu verfertigen, und das Cyliudcrrad s löst vonhartem Stahle. Er hat dies auch wirklich glücklichausgeführt, und hat wenige und gleichförmige Frictiondadurch erhalten, welche nicht dcn JfochronismuS derOscillationen des Regulators stören konnte. Eineneinzigen Fehler hatte diese Hemmung noch, nämlich daßsie etwas Oel gebrauchte, bey dessen allmaliger Verdik-kung die Größe der Bogen abnimmt, weswegen dochnur die genaue Hemmung mit freyen Vibrationen ange-wandt werden kann. Hierdurch erfüllt man am erstenfolgendes:
Die bewegende Kraft wird r) auf den Regulatorohne Verlust würken, d. h. das Stcigrad wird dem Re-gulator die von der Feder oder von dem Gewicht erhal-tene Kraft ohne alle Friction mittheilen. 2) DerRegulator wird seine Vibrationen frey vollenden,so bald er vom Steigrade den Antrieb erhalten, z)Die Oscillationen des Regulators, welche, wenn die-ser frey ohne Einwürkung des Räderwerks würkt, iso-chronifch sind, werden gleichfalls durch Verbindung derHemmung isochronisch bleiben. 4) Die Hemmungwird kein Oel nöthig haben, damit die Friction nichtblos möglichst geringe sey, sondern auch die verän-derliche Reibung nicht den Gang der Uhr verändernkönne.
Auch auf das Räderwerk muß man bey der Ver-fertigung der Seeuhren noch ganz besonders sein Au-genmerk richten, um einen richtigen und gleichförmigen