Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
173
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See 17z

säße über die Unruhe darf man auch ja nicht außer Achtlassen:

i) Eine schwere Unruhe wird wenigem Wider-stand der Luft erleiven, weil man ihr alsdann eine ge-ringere Flache geben kann 2) Durch eine große Un-ruhe verringert man die Friclion der Zapfest. z) DieUnruhe muß immer horizontal liegen.

Die Spindel darf zwischen den Rollscheiben nichtschwanken, sondern muß mit wenigen Spielraum ha»ben, wodurch die Vibrationen isochronischcr werden.Man läßt der Unruhe möglichst große Bogen beschrei-ben, weil dadurch das Schwanken des Schiffs undsonstige Erschütterungen auf demselben weniger empfind-lich gemacht werden; überhaupt werden dadurch weni-gere Veränderungen im Gange der Uhr wahrgenom-men, und es lassen sich die Oseillationen leichter isochro-mst!) machen. Die Spiralfeder muß an die Rollegleich so befestigt werden, daß man sie nie wieder abzu-nehmen braucht, weil dadurch der Gang immer etwasverändert werden dürfte. Der Spiralfederhalter (f.Rückklöbchen) muß von gutem gehärteten Stahleseyn, und die Spiralfeder muß wohl so wenigen Spiel-raum als möglich in der Klammer haben, aber auchnicht zu wenig, daß beym Herumschieben die Spiralfe-der sich nicht darin klemme. Er muß nach Verhältnißder Spiralf- der so leicht als möglich und seine Klammerrecht fein polirt seyn.

Ein guter vollkommen fchlerfrener Regulator istfreylich die Hauptsache bey einer Seeuhr; eben sowohlmuß man aber auch auf die andern Theile genau Rück-sicht nehmen. Hierunter gehört vorzüglich die Hem-mung. Die ruhende Hemmung würde sichvollkommen für die Seeuhren schicken, wenn sie nichtnoch beträchtliche Friction und andere Hindernisse hätte.Die Hemmung mit freyen Vibrationen erfüllt abergenau alle Bedingungen, (s. Hemmung). Ber-