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Spiralfeder in der Warme zu spannen, und in derKalte nachzulassen, und beydes Wärme und Kälte da«durch zu compensiren, gebrauchte er Compcnsations«stäbe, einen messingenen und einen stählernen. DieseStäbe waren so mit der Spiralfeder verbunden, daßsie, wenn sie sich von der Wärme ausdehnten, convexwurden, wodurch ihr Ende, welches die Spiralfederaufnahm, näher nach dem Mittelpunkte derselben zukam, so daß dadurch die Spiralfeder um ebenso vielgespannt oder vielmehr verkürzt wurde, als sie von dernämlichen Wärme ausgedehnt oder verlängert werdensollte. In der Kälte wurden die Stäbe hohl, so daßihr mit der Spiralfeder verbundenes Ende näher nachdem Befestigungspunkte der Spiralfeder gebracht, unddie Spiralfeder selbst dadurch verlängert wurde. (S-Lomioistance äas iVlouvvmeiw ceIeste-5 pour 1765.
22r U. f. Oslal^anäs Astronomie, ^rt.IZri.)
Bey der ersten Uhr, die Berthoud verfertigte,liefen die Zapfen der Spindel in agathnen Löchern, wo-durch freylich die Frictiou vermindert, aber noch nichtvöllig so vermindert wurde, als eS für diese Maschinenöthig war. Er wandte daher nach Sullys Vor«schlage (Odtcr. abrede? 6'une mg,cbine pour la me-lurs6u WIN 5 er, Ml?r) zur Verringerung der Friction die so-genannten Rollscheiben an. Zwischen drey solchenScheiben von großen Durchmessern liefen die Zapfender Unruhe, statt daß sie in zwey Löchern gingen. Umnun eine Compensation der Warme und Kälte auf dieSpiralfeder zu erhalten, bediente er sich eines Mecha-nismus, der Ähnlichkeit mit demjenigen hatte, welcherzu gleicher Verrichtung an astronomische Taschenuhrenangebracht wird; (s. Astr 0 n 0 mische Uhre n) näm-lich bey einem Roste von stählernen und messingenenStäben, wovon der mittlere auf den Ansah eines gro-ßen Hebels — des Compensationshebels —würkte, wurde der Rücker von diesem bewegt; zwischen