Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
132
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IZ2

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nämlich, der an der Welle des Hammers festsitzt, liegtzwischen den Schlagnägeln, wird von ihnen emporge-hoben, und dadurch schlägt begreiflich der Hammer andie Glocke. Wenn nun das Rad in > 2 Stunden einenUmgang vollendete; so müßte es so viele Schlagnagelhaben, als Schläge in 12 Stunden geschehen. Dieswären 78: und nun müßte der Hammer in der erstenStunde l, in der zweyten 2 u. s w. in der zwölften,2 schlagen, wenn nämlich ein Schlagnagel für die er-ste, zwey für die zweyte Stunde u. s w. da wären undvon einander unterschieden werden könnten.

Weitere Ausführung und mehrere Voll-kommenheit eines Schlagwerks.

Stundensch lagwerk.

Obgleich nun so ein einziges Rad schon hinreichteden Hammer zu heben; so wird doch ein Jeder leichteinsehen, daß dessen Anwendung unmöglich ist. Denndas Rad würde keine Zeit haben nach jedem Schlageeine kleine Pause zu machen, damit man die Schlägevon einander unterscheiden und zählen könnte, sondernes würde sie ohne Hinderniß so auf einander folgen las-sen, daß der Hammer nicht im Stande wäre nach je-dem Schlage wieder einzufallen. Man hat demnachfolgendes Mittel angewandt, die Schläge zu regulirenund einen auf den andern nicht so schleunig auf einan-der folgen zu lassen, damit die Stunden gehörig geschla-gen werden.

Statt eines Rades verbindet man mehrere Rädermit einander, die ein eigenes Laufwerk ausmachen, wo-durch das Hebnägelrad eine langsamere Bewegung er-hält. Das letztere dieser Räder greift in ein bloßes Ge-triebe, welches den sogenannten Windfang trägt. Die-ser Windfang besteht aus zwey ohngefähr 8 bis 10 Li-nien breiten Flügeln bey gewöhnlichen Pendeluhren.Diese Flügel beschreiben in der Luft ein Rad, und durch