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Roi Rost
einen Einschnitt haben, in welchen die Schnurinneliegt. In der Uhrmacherkunst wird die Rolle verschie-dentlich angewandt, z. B. bey dem Vorlegewerke derRepetiruhr (s. Repetiruhr) und bey der Pendeluhr,wo sie die Schnur tragt, an welche das Gewicht ge-hängt wird. Die Welle nämlich, um welche die Rollebeweglich ist, steht auf beyden Seiten der Rollenoch um etwas vor, und an diese vorstehenden Endenwird ein Stück Messing mit seinen beyden Enden befe-stigt, und zwar so, daß die Rolle sich zwischen demsel-ben drehen könne. Unten an dies gebogenene Messingwird ein Haken befestigt, woran daS Gewicht gehängtwird. Wenn nun um diese Rolle eine Schnur geschla-gen wird, und das eine Ende dieser Schnur ist an dieWalze der Uhr, das andere an den Uhrkasten oder ei-nen andern unbeweglichen Theil der Uhr befestigt, undzwar so, daß die Schnur auf beyden Seiten der Rollesich parallel ist; so wird man, wenn die Schnur umdie Walze gewunden und also dadurch das an der Rollehängende Gewicht gehoben wird, dazu eine Kraft an-wenden müssen, welche nur halb so geringe als dieSchwere des Gewichts ist. — Noch eine Anwendungder Rollen zeigt sich bey den schlechten Pendeluhren,wo die Schnur, statt um eine Walze, um eine Rollegeschlagen ist, welche sich concentrisch an dem ersten Ra-de befindet, s. Pendeluhr. Ueber die Rollen, wel-che zum Drehen gebraucht werden, s. Drehrollen.
Rollscheiben, s- Seeuhr.
Rost, Rouills. Wenn Eisen-oderStahltheile«iner feuchten Luft ausgesetzt, oder selbst mit Wasserbefeuchtet werden; so vergeht nach und nach der Glanzderselben, und es bildet sich auf ihrer Oberfläche einebraunrothe Erde, welche unter dem Namen Rost be-kannt ist. Um nun das Rosten des Eisens und Stahlszu verhüten, so bestrcicht man dasselbe mit Oelen oderFetten, wodurch die unmittelbare Berührung der feuch-ten Luft verhindert wird. Vorzüglich, gut sollen die Ei-