RinaI1 l) r. So nennt man eine Art Sonnen-uhr in Gestalt eines Ringes, in welchen für die Stun-den Abtheilungen gemacht sind. Durch ein kleinesLöchchen oberhalb dem Ringe fallen die Sonnenstrahlenauf die inwendigen Abtheilungen, vereinigen sich da,und zeigen, so wie die Sonne sich bewegt, die Stundendes TageS an.
Riß, Kaliber, Lslibrs. Es ist, bevorman eine Uhr verfertigt, schlechterdings nothwendig,einen Riß zu entwerfen, und in demselben die Lage undGroße aller Theile der Uhr zu bestimmen. Man nimmthierbei) erstlich auf die Größe des Raums Rücksicht,den man der Uhr gestatten kann, und nach diesem ent-wirft man die Theile so, daß keiner den andern in feinerWürkung hindern könne, und die Bewegung am voll-kommensten von Statten gehe. Es wird bey der Ver-fertigung des Riffes vorausgefeht, daß man schon dieAnzahl Zahne der Räder und Getriebe berechnet, undihr gehöriges Verhältniß gegen einander bestimmt habe,(s. Berechnung, Verhältniß.) Ist dieß gesche-hen ; so verfährt man bey der Verzeichnung des Lauf-werks folgendermaßen, nachdem man die Pfeilerplattezum Grunde gelegt und ihre Größe genau auf ein Pa,pier gezeichnet hatte:
I. Pendeluhr mit bloßem Gehwerke.
Man trägt zuerst das erste oder Walzenrad, undbey einer Federuhr das Federhausrad, auf das Papier,und zwar so, daß die Räder in der Mitte der Platteherunter kommen. Zuerst verzeichne man daö Walzen-oder Federhausrad, welches an die untere Seite derPlatte kommen muß. Die Zähne können noch etwasüber dem untern Rande der Platte hervorstehen, alleinso, daß die ins Gehäuse gelegte Uhr nichts in ihremGange aufhält, daß die Zähne nirgends anstoßen kön-nen. Nun verzeichne man das Steigrad, so wie manglaubt, daß es für den englischen Haken die beste Lage