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II. Taschenuhr.
Repetirwerk für Stunden undViertelenden.
Daß ein Repetirwerk mit der Pendeluhr Verbumden eine der sinnreichsten Erfindungen ist, wird gewißJeder einräumen; noch weit mehr aber ist das mensch-liche Genie zu bewundern, welches im Stande war,sogar Taschenuhren zu verfertigen, die jede Stunde undnoch kleinere Theile von Stunden um jede beliebige Zeitrep tiren. Daß der Mechanismus, welcher dies be-würkt, auf eine andere Art wie bey Pendeluhren einge,richtet seyn muß, wird gewiß auch ein Jeder einsehen,da der sonst so beschrankte Raum der Taschenuhren, diegeringe bewegende Kraft u s w Hammer und eineGlocke erfordern, welche mit denjenigen der Pendeluh-ren in gar keine Vergleichung kommen. So kann keinRad des RcpeurlaufwerkS der Taschenuhren mitSchlagnageln versehen seyn, und um deren Stelle zuersetzen, mußte man zu einem andern Mittel seine Zu-flucht nehmen. Man konnte sie nicht mit einer Schnurrepetiren lass n, und da waren wieder andere Vorrich-tungen nöthig, wodurch man mittelst eines Drucks dasnämliche zuwege bringen konnte. Dieses und die übrigeBeschaffenheit eines Repetirwerks wird im Folgendenauseinandergesetzt werden.
Ehe der Uhrmacher zur Verfertigung des Repetir-werks Hand anlegt, muß er zuvor den gehörigen Raumdesselben neben dem Gehwerke bestimmt haben. Errichte daher sein Augenmerk auf das Repetirlaufwerkzuerst. Um für dieses Raum genug zu haben; so wirdgewöhnlich das kleine Bodenrad des Gchwerks in diePfeilerplatte versenkt, und in einen Steg gelegt, damites niedriger als die innere Flache der Pfeilcrplatte lie-gen möge. Eben so werden auch noch zwey Räder desRepetirlaufwerks versenkt, und hierdurch bewürkt der