diese Vergrößerung auch die Geschwindigkeit der Bewegung desSterns in demselben Maße schneller erscheinen. Der Stern wird da-her nicht wie zuvor der Thurm oder irgend ein anderes terrestrischesObject, auf welches man das Fernrohr gestellt hat, in der Mittedes Feldes ruhig stehen bleiben, sondern er wird oft mit einer sehrauffallenden Eile das Feld durchlaufen, und ehe man sich versieht,außer demselben oder verloren seyn. Ist er nun, wie es oft ge-schieht, so klein, daß man ihn nicht mit freyen Augen sehenkann, ist er z. B. einer der neuen Planeten oder ein sehr licht-schwacher Komet, so wird man ihn nicht, wie vorhin, durch einesanfte Bewegung des Fernrohres in horizontaler Bewegung wie-der in das Feld zurückbringen können, weil der Stern in der Zwi-schenzeit, wo man ihn verloren hat, nicht horizontal, sondernentweder auf- oder abwärts in seiner Bahn gegen West vorge-rückt ist, und es wird daher öfter, selbst für einen geübten Be-obachter, mühsam und zeitraubend zugleich seyn, ihn durch eineArt von Tatonnement, durch ein Herumsuchen in der nächsten Um-gegend wieder aufzufinden»
(Verschiedene Stellung der Sternbilder gegen den Aarhont.) Manbemerkt diese verschiedenen Richtungen der Bewegung der Him-melskörper gegen den Horizont am deutlichsten, wenn man ganzeGruppen derselben oder die sogenannten Sternbilder in verschied-nen Puncten des Himmels betrachtet. Der große Bär z. B., denjeder kennt, geht bey uns gar nicht auf und unter, sondern istbey jeder reinen Nacht, immer über dem Horizonte sichtbar. Wenner nun am tiefsten bey dem Horizonte, in seiner sogenannten un-tern Culmination ist, so steht er aufrecht, in der Stellung, inwelcher man alle diese Thiere zu malen pflegt, die Füße unten,und den Rücken und Kopf oben, so, daß sein Rumpf selbst horizon-tal liegt. Sechs Stunden später sieht man ihn auf der Ostseite denRumpf vertikal und gleichsam senkrecht auf den Hinterfüßen ste-hen. Weitere sechs Stunden später, wo er in seiner ober» Culmi-nation oder am höchsten über dem Aguator steht, ist zwar seinRumpf wieder horizontal, wie in der ersten Lage, aber das gan-ze Bild ist umgekehrt; das Thier scheint jetzt auf seinem Rücken