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§ 69.
Das rechtwinklige Dreieck und der Kreis bieten unsdie Mittel dar, die Quadratwurzel einer jeden in Linien aus-gedrückten Große zu construiren. Der Gebrauch des ersternist einleuchtend, wenn die unter dem Wurzelzeichen befind-liche Größe die Summe oder die Differenz zweier Quadrateist. Man hat nämlich in diesem Fall j/o^^-b^undj/i^ — k?;der erste dieser Ausdrücke kann als die Hypotenuse einesrechtwinkligen Dreiecks angcsehn werden, dessen Katheten uund k> sind, und der andere als eine Kathete eines eben sol-chen Dreiecks, in welchem die Hypotenuse u und die andereKathete k> ist.
Auch kann man durch eine Reihe dieser Dreiecke denAusdruck
f/a- Io" o-- -t- ck^
construiren; denn nachdem man zuvörderst erhal-
ten, bezeichne man diese Linie durch «, welches geben wird
ess -l-
und die vorgclegte Größe wird nun sein
-j- -I- ä?.
Hierauf construire man die Wurzelgröße -i-o^ und be-zeichne das Resultat durch /S, so wird man haben
-j- — /I".
Es bleibt nun nur noch übrig zu finden, wel-
ches geschieht, indem man die Hypotenuse eines rechtwinkli-gen Dreiecks sucht, dessen Katheten und >1 sind. Es istleicht, dieses Verfahren auf jede andere Wurzelgröße ähnlicherArt anzuwenden, es mögen sich unter dem Wurzelzeichen soviele Quadrate befinden, als man nur will.
§ 70.
Ich gehe nun zur Anwendung des Kreises bei derAuS-ziehung der Quadratwurzeln über. Man weiß, daß die aufeinem Durchmesser errichtete Senkrechte die mittlere Propor-