Erstes Kapitel.
Von der ebenen Trigonometrie§ 1 -
^n jedem geradlinigen Dreieck sind sechs Stücke zu betrach-ten, nämlich drei Seiten und drei Winkel. Es ist aberhinlänglich, einige dieser Stücke zu kennen, um daraus dieübrigen herzuleiten; und wirklich folgt aus den die Con-gruenz der Dreiecke betreffenden Sätzen, daß man ein Dreieckconstruiren könne, wenn mau von den sechs Stücken, diees bilde», drei kennt, wofern nur unter den bekannten Stük-kcn sich wenigstens eine Seite befindet. Damit nun für dieTheorie der Dreiecke nichts zu wünschen übrig bleibe, mußman die Rechnung auf die geometrischen Constructioncn an-zuwenden wissen, weil die Genauigkeit der letztem durch dieUnvollkommenheit der Instrumente beschränkt ist, währendsich die Rechnung bis zu jedem beliebigen Grade von Schärfetreiben läßt. Dies ist der Gegenstand der ebenen Trigo,nometrie. *)
Diejenigen, welche zuerst die unter den verschiedenenTheilen eines Dreiecks statt findenden Beziehungen durchnumerische Operationen oder algebraische Formeln zu cnt-
») Sie lebet nämlich aus so viele» Stücken, als ein geradlinigesDreieck bestimmen, die übrigen dnrch Rechnung finden. Rnm. d. Ue«b e r se y c r s.
Trigonometrie, Zs