Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
Seite
455
Einzelbild herunterladen
 

t

455

senkrecht aufsteigender Gang, dessen Masse in Wacke über-gehender Grünstein (Dolerit) scheint, auf eine Höhe von 12Fuss im Hangenden und Liegenden ein ungefähr 6 Linienbreites Sahlband von ausgezeichneter glasichter Lava. DerGang sezt in einer mächtigen Lage von porösem und etwasaufeelöstem Laven-Triimmer-Gestein auf, welches in seiner

O

Nähe hin und wieder einige Bruchstücke glasichter Lava,dieselbe welche die Sahibänder bildet, einschliesst. In dererwähnten Höhe von 12 Fuss verlieren sich die Sahibänderund der Gang erlangt zugleich etwas mehr Mächtigkeit.(Taf. VI. Fig. 60 *

Auf der zu Island gehörigen Insel Vidöe haben die do-leritischen Gänge mitunter an ihren Wänden bald mehr baldminder starke glasichte Ueherziige, die sich allmählich indas den Gangraum Füllende verlaufen **.

Auf l'enerijfa, nahe beim Windloche von Bufadero,sezt in Schichten von rotlien Lapilli und von Bimsstein ein12 Lachter mächtiger Basalt-Gang auf. Er hat zu beidenSeiten Sahlbänder-artige Lagen von Schlacken-Stücken, einenFuss stark. (L. v. Buch.)

Mächtigkeit basaltischer Gänsre.

Die bedeutend beträchtlichere Ausdehnung basaltischer,Spalten erfüllender, Gebilde nach der Teufe, ihr Kegel-för-miges Heraustreten, indem sie das minder starke Ende demTage zukehren eine mit der neptunischen Lehre unver-trägliche Thatsache ist in häufigen Fällen nicht zu ver-kennen.

Auf den Inseln Schottlands hat man bemerkt, dass sol-chen Gängen in tiefem Gegenden mehr Mächtigkeit zusteht,wie auf den Höhen der Berge.

* Nkckkr de Saussure, Mem. de la Soc. de Phys. de Geneve. T.II,P. 1 , pa,ff. 175.

Mackenzie Travels in the Island of Iceland. 2 rf edit. p. 367.