Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
Seite
419
Einzelbild herunterladen
 

419

zeigt sich das Ganze so frisch, als wäre es ein Werk neue-ster Zeit *. Für das schnellere Erstarren dürfte die Mäch-tigkeit der Schlackenwand zeugen, welche mit furchtbarerSteilheit gegen S. abfällt. Man sieht die Schlacken — zumTheil einer weichen Masse gleich geflossen, uneben, zackig,voller Höhlungen und auf der Oberfläche mit gewundenenglänzenden Häutchen überdeckt, im Innern aber häufig dich-ter werdend — nicht bloss auf der Höhe, auf der Oberflä-che , wie bei Strömen, sie überkleiden auch einen grossenTheil der Wand und nehmen an der Ost-Seite selbst unterden dichten Basalten ihre Stelle ein. Gerade diese Bezie-hungen machen die Fallienlei in unsern Augen so denkwür-dig ; denn bei der unläugbar basaltischen Natur dieser Sclilak-ken, dargethan durch die allmählichsten Uebergänge in un-verkennbaren Basalt mit zahlreichen Olivin-Einschlüssenu. s. w., beseitigt die Thatsache, von welcher die Rede, zu-gleich einen Zweifel den man früher aufgestellt, indem esfür unmöglich erachtet wurde, dass der Basalt, wenn erflüssig aus der Tiefe gequollen, wandförmige Bergseiten habebilden können, ohne den Abhang hinunter zu strömen. Dieschnelle Erstarrung der aufgethiirmten Masse löst das Iläth-sel und unseres Bedenkens auf sehr genügende Weise. Diemehr porösen als verschlackten Gebilde, auf welchen dieSchlacken-Massen ruhen, treten der basaltischen Beschaffen-heit näher; sie zeigen Absonderungen in grosse regelloseSäulen, und in den untersten Theilen, die von solcher Fe-

* Andere Geognosten — so namentlich neuerdings noch Poui.ettScboi’e (Brewster, Editib. Journ. uf Sc. Nr. IX, pag. 158 etc.)— betrachten die Basalt-Gebilde der Falltenlr.i und jene des nach-barlichen Uess- oder Isthales als Thcile eines mächtigen Stromes ;durch die Wasser soll das Meiste weg-getrieben worden seyn , sodass nur Trümmer zu beiden Seiten des Baches noch anstehen, be-sonders da, wo auffallende Windungen statt haben. Die geognost.petrefaktologischen Lieferungen des Heidelberger Min. Komptoirsenthalten unter Nr. 108, 109 und 110. der 1. Auflage sehr beleh-rende Belegstücke.

27 *