394
in Katalonien * ist der Zusammenhang mit ergossenen Strö-men besonders bei dreien ausgezeichnet. Am Krater Ae laCruscä in S.S.O. der Stadt strömte aus der weiten, biszum Bergfusse hinabreichenden, Spalte am Süd - GehängeLava hervor. Sie überlagerte einen Baum von ungefähr ei-ner Quadrat-Stunde und mit diesem Strome haben sich, zumTlieil wenigstens, die Ergüsse zweier andern Kratere ver-bunden , welche man auf dem JSatet-Berge findet. — Ausdem Puig de la Garrinade, der zwar zerrissen, aber imGanzen dennoch wohl erkennbar ist, trat in südöstlicherRichtung ein Strom, der einen Flächen-Raum von etwa^ Stunde Länge und g St. Breite bedeckt. Er reicht hinabbis zum Fluvia-Xl fer und erscheint meist aus blasigen basal-tischen Laven zusammengesezt, deren Weitungen mit Kalk-spath erfüllt sind. — Endlich hängt mit dem Schlunde desVulkans von Montolivet im W. von Olot ein Lavenstrom zu-sammen. Gegen S. ist der Krater-Rand zerrissen und auf derNord-Seite findet man den Berg bis zum Fusse gespalten.Aus dieser Spalte brach der Strom hervor. Die Laven füh-ren Olivin und kleine Krystalle und Massen von glasigemFehlspath.
Bei manchen Ablagerungen basaltischer Laven-Massen,die unbezweifelt einem Ganzen angehören, welche durchausdas Ansehen von Strömen haben, bleibt man indessen unge-wiss, mit welcher Ausbruch - Stelle, mit welchem nachbarli-chen Feuerberge sie in Verbindung zu bringen sind **.
* Nach Debilly. S. oben S. 375.
t " : ' So erging cs Daubeny (Vescript. of volcanos etc. p. 49) mit denverschlackten Basalten von Niedermendig bei Andernach, und wirmussten die wahren Verhältnisse des Stromes (in so ferne von ei-nem solchen hier in Wahrheit die Rede seyn kann) ebenfalls unent-schieden lassen. Faujas - de - Saint - Fond spricht von einem Strome(Ann. du Mus. d’hist. nat. T. I, p. 186.) Was Steininger in die-ser Beziehung ausgemacht und mitgetheilt, ist in dessen Buche